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  1. #286

    Daumen hoch 4 Winde

    Meine Meinung:

    Nachdem mir bereits der Roman "Die Nachtigall" recht gut gefallen hatte, war ich auf Kristin Hannahs neues Buch "Die vier Winde" sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht.
    Es verfügt über ein thematisch gut zum erzählten Geschehen passendes und geradezu elegant erscheinendes Cover und wurde von Gabriele Weber-Jaric aus dem amerikanischen Englisch in die deutsche Sprache übertragen.
    Hingegen kann ich zwischen der Geschichte und dem - wenn auch am Originaltitel "The Four Winds" orientierten - Titel so leicht keine befriedigende Beziehung feststellen.

    Die gesamte Handlung spielt in der Zeit knapp 10 Jahre nach dem "Großen Krieg" (1. Weltkrieg) bis 1936 überwiegend in Texas und Kalifornien, hauptsächlich begleiten wir die ebenso interessante wie liebenswerte Protagonistin Elsinore ("Elsa") Wolcott Martinelli während der letzten beiden Jahre dieses Zeitraumes.

    Aus einem gut situierten, aber sie nicht liebenden Elternhaus stammend "muss" sie 25-jährig den nicht standesgemäßen, mehrere Jahre jüngeren katholischen (alles eigentlich absolute Ausschlusskriterien) Raffaello Martinelli, der zu allem Überfluss auch noch italienischer Abstammung ist, heiraten.
    In leicht lesbarem Stil wird eine Geschichte erzählt, in der es gleichermaßen um verschiedenste familiäre Konflikte als auch um klimatisch-politisch-finanziell bedingte Probleme (nicht nur!) der damaligen Zeit geht.
    Ein informatives, spannendes und Anteilnahme erweckendes Buch!

    Verlagslink:

    https://www.aufbau-verlag.de/index.p...ier-winde.html

  2. #287
    Emily St. John Mandels
    Roman
    "Das Glashotel"
    wurde von Bernhard Robben aus dem amerikanisch-kanadischen Englisch in die deutsche Sprache übersetzt und verfügt über ein mich farblich ansprechendes Cover.
    Es berichtet manchmal überraschend, meist fesselnd und gelegentlich sogar ein wenig verstörend: aus dem Leben einiger Menschen, deren Schicksale mehr oder weniger deutlich miteinander verknüpft sind. Einige "Fäden" laufen in einem titelgebenden, an der westlichen Küste Kanadas gelegenen ungewöhnlichen Luxushotel zusammen.
    Der Stil ist leicht lesbar, die Protagonisten interessant und teilweise entwicklungsreich gestaltet und das Ende nachvollziehbar, wenn auch vielleicht nicht immer "verdient".
    Das Buch ist originell hat mir gut gefallen und ich würde von dieser Autorin sehr gerne weitere Bücher lesen.

    Verlagslink:
    https://www.ullstein-buchverlage.de/...das-glashotel-

  3. #288
    Bruce Schoenfelds
    Sachbuch
    "Althea Gibson - Gegen alle Widerstände. Die Geschichte einer vergessenen Heldin"
    verfügt sowohl über ein Lesebändchen als auch über etliche schwarz-weiße Fotografien, wurde aus dem amerikanischen Englisch von Elisabeth Schmalen in die deutsche Sprache übersetzt und liest sich teilweise so spannend, dass man beinahe vergisst, es nicht mit einem Roman zu tun zu haben.
    Eigentlich fand ich die Schilderung der Karrieren der tennisbegeisterten Britin Angela Buxton und ihrer Rivalin/Kollegin/Freundin, der US-Amerikanerin Althea Gibson von ihrer frühesten Kindheit bis in die nahe Vergangenheit wirklich überaus interessant, obwohl ich nicht unbedingt ein Fan des weißen Sports bin. Auch machte mich die Beschreibung der rassistischen Ausgrenzung welcher die beiden Damen ausgesetzt waren, betroffen. Gibson war eine Schwarze (Vokabular aus dem Buch!), Buxton Jüdin.
    Was mich jedoch ganz gewaltig genervt hat, war die durchgehende Kursivschrift von "weiß", egal, in welchem Zusammenhang.
    Mir erschließt sich bedauerlicherweise nicht, was uns damit gesagt werden soll. Und es störte meinen Lesefluss nicht unerheblich!

    Verlagslink:
    https://www.harpercollins.de/product...-9783749951291

  4. #289

    Daumen hoch Gute Pferdegeschichte

    Gina Mayers
    Kinderbuch
    "Das verbotene Turnier"
    ist der dritte Band der "Pferdeflüsterer-Reihe" der Bestseller-Autorin und wird für Kinder ab einem Alter von 8 Jahren empfohlen.
    Der altersangemessene Text erzählt eine spannende Geschichte über Therapie- und Turnierpferde und einige Schülerinnen und Schüler aus dem Umkreis einer in Großbritannien gelegenen Pferderanch. Protagonistin ist die junge Ruby, die vor einiger Zeit mit ihrer Mutter aus Berlin hier her gezogen war.
    Die vorhandenen Zeichnungen sowie das hübsche und gut zum erzählten Geschehen passende Cover (hier stimmt allerdings die Blesse des Rapphengstes nicht, denn laut Buchinhalt müsste diese die Form eines Halbmondes aufweisen) stammen von Florentine Prechtel.
    Das Buch ist in sich abgeschlossen und ohne Kenntnis der beiden vorangegangenen Teile verständlich. Am Ende gibt es drei Tipps für "Pferdemädchen" und eine Leseprobe zu dem demnächst erscheinenden 4. Buch der Serie.
    Mir hat besonders gut gefallen, wie der Text neben der Pferdegeschichte an sich typische Schülerprobleme aufgreift und trotzdem Themen wie Loyalität, Vertrauen sowie den Umgang mit Behinderten behandelt.

    Verlagslink:
    https://www.ravensburger.de/produkte...472/index.html

  5. #290

    Daumen hoch 1a-Politsatire, Kunstfälscher & Wiener Schmäh

    Das Lesen von
    Reinhard Tötschingers
    Politsatire "
    Rochade"
    hat mir große Freude bereitet: Meine Erwartungen hinsichtlich erhofften Wiener Schmähs wurden ebenso voll erfüllt wie jene nach Horizonterweiterung, wohingegen die befürchteten Probleme mangels Schachfertigkeiten meinerseits glücklicherweise ausblieben. Und die positive Erinnerung an "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", geschrieben von Tracy Chevalier sorgte ohnehin für ein freundliches Leseklima.
    Das ein wenig düster geratene Cover passt zum erzählten Geschehen, das Lesebändchen erwies sich als hilfreich (wobei die Spannung häufige und längere Leseunterbrechungen ohnehin reduzierten.
    Achtung: Man muss ganz schön aufpassen, wenn man den Überblick behalten möchte, wo nun gerade welches Bild tatsächlich abgeblieben war. Der Autor erweist sich als äußerst eloquenter Beobachter und Menschenkenner und lässt hoffentlich in nicht allzu langer Zeit das eine oder andere Buch folgen.

    Verlagslink:

    https://www.picus.at/wp-content/uplo..._rochade_2.pdf

  6. #291

    Daumen runter "Das Haus der Düfte" zeigt viel Luft nach oben

    Pauline Lamberts (Pseudonym, stellenweise fühlte ich mich an Petra Durst-Benning erinnert) historischer Roman
    "Das Haus der Düfte"
    verfügt über ein gut zum erzählten Geschehen passendes Cover, aber bedauerlicherweise weder über ein Lesebändchen, schematische Skizzen der Handlungsorte Paris und Grasse sowie ein Personenverzeichnis.
    Ganz besonders Letzteres habe ich sehr vermisst, denn die komplizierte Familiengeschichte, die noch dazu in verschiedenen - wenn auch durch vorangestellte Daten gut unterscheidbaren - Handlungssträngen erzählt wird, schreit geradezu mindestens nach einem überschaubaren Stammbaum. Man hätte dabei ja nicht die erst spät bekannt werdenden Details aufnehmen müssen. Immerhin gibt es am Ende des Buches einige Erläuterungen.

    Auch über das Lektorat kann ich mich nicht positiv äußern, von vergessenen Gänsefüßchen am Ende wörtlicher Rede über Grammatik- (Großschreiben, obwohl keine Anrede, sondern lediglich von einer Familie gesprochen wird) bis hin zu Logikfehlern (Töchter des Großvaters sind Tanten, aber keine Halbgeschwister)., um nur einige Beispiele aufzuführen.

    Ansonsten war die Geschichte der sympathischen begabten Anouk in der Zeit von ihrem 20. bis zum 30. Lebensjahr recht unterhaltsam zu lesen und gewährte interessante Einblicke in die Welt der Parfumherstellung sowie jene der Schönen und Reichen (coco Chanel, Elizabeth Taylor, Brigitte Bardot und Grace Kelly .
    Nach Klappentext und Leseprobe hatte ich mir mehr versprochen.

    Verlagslink:
    https://www.ullstein-buchverlage.de/verlage/list.html

  7. #292

    Daumen runter Enttäuschend: Hummerpanzer

    Caroline Albertine Minors
    Roman
    "Der Panzer des Hummers"
    wurde von Ursel Allenstein aus der dänischen Sprache ins Deutsche übersetzt, trägt ein für den Diogenes-Verlag typisches mich ansprechendes Cover und beginnt erfreulicherweise mit einem Personenverzeichnis.

    Das war es dann aber leider auch bereits an Pluspunkten. Ich honnte für das gesamte Personal beim besten Willen weder Sympathie noch zumindest Interesse aufbringen. Am spannendsten erschien mir da noch das Geschehen um die mit ihrer Tochter Laura in Kopenhagen lebende mittlere Tochter Sidsel Gabel und die Geschichte über ihre Magenwürmer.

    Nach Leseprobe und Klappentext hatte ich mir aber andersartige Unterhaltung vorgestellt!

    Teile der Handlung sind in kursiv und ohne "Gänsefüßchen" bei wörtlicher Rede geschrieben, auch sollten Grundkenntnisse der englischen Sprache vorhanden sein.

    Verlagslink direkt zum Buch für weitere Details:
    https://www.diogenes.ch/leser/titel/...257612035.html

  8. #293

    Daumen hoch Gutes Lebenshilfebuch mit Kochrezepten aber Lektoratsnängeln

    Doppel
    Geändert von sheherazade (15-10-2021 um 23:43 Uhr)

  9. #294

    Daumen hoch Gutes Lebenshilfebuch mit Kochrezepten aber Lektoratsmängeln

    Philipp Stehlers Sachbuch
    "Mein Darm ist kein Arsch - Wie aus einer fiesen Diagnose etwas Wertvolles für mein Leben wurde"
    beeindruckte mich von Seite zu Seite mehr.

    Er erzählt locker-flapsig von seiner behüteten Kindheit und Jugend im nahe Berlin gelegenen verträumten Städtchen Bad Freienwalde, wo er ein Jahr vor dem Mauerfall geboren wurde. Ferner berichtet er von seinen Träumen, die in erster Linie um Sport und einen Beruf kreisten, in dem er anderen Menschen Vorbild und Helfer sein könnte. Da ich weder Bachelor/etten-, Bäuerinnensuch- oder Big Brother-Formate konsumiere, erfuhr ich sehr viel Neues über Stehlers Erfolge in sozialen Netzwerken, im Fernsehen und in der Model-Szene.

    Dann plötzlich die niederschmetternde Diagnose: Colitis ulcerosa, dies ist eine chronische Entzündung seines Dickdarmes.

    Der Text wird unterbrochen von etlichen medizinischen, jedoch auch für Laien weitgehend verständlich dargebotenen Einlassungen eines Herrn Professor Dr. Martin Störr sowie mehr oder weniges interessanten Farbfotos mit mächtigen Muskeln oder Krankenhausszenarien.

    Man kann deutlich die innerhalb der letzten beiden Jahre erfolgte Wandlung vom jungen, altruistisch-idealistischen Muskel- und Mammoninteressierten zum durch Schicksalsschläge gereiften Selbstverantwortung übernehmenden Menschen erkennen.

    Das Buch enthält auch außerhalb der speziellen Krankheit lesenswerte Hinweise unterschiedlichster Art und einige interessante Rezepte wie beispielsweise "Oatmeal", "Granola" und "Goldene Milch".


    (Leider sind aber auch relativ viele Fehler und stilistische Ungereimtheiten enthalten, so z.B. auf S. 96 "Es hat ungefähr 3 MonateN gedauert...", S. 166 "... habt ihr ein paar Kampagne( )", S. 184 "...zu unterstützen und zu supporten" (was ist da der Unterschied?) oder S. 188 "Eigentlich hatte ich...zwar erst einmal aufgegeben" (doppelte Einschränkung), mehrere direkt aufeinander folgende Sätze mit "JA" oder Sonderbares wie "Jemanden auf dem KICKER haben".. Der Kicker kommt aus dem Fußballsport, richtig heißt es "Kieker", aus dem Berlinerischen "Kieken" für "gucken". Und in der Danksagung spricht er von dieseM immer noch tabuisierteM Thema".-)


    Verlagslink:
    https://www.gu.de/stehler_mein-darm-ist-kein-arsch/

  10. #295

    Daumen hoch Opulent: Pranges Palast

    Wie bei diesem Autor nicht anders zu erwarten gewesen, gefiel mir
    Peter Pranges
    historischer Roman
    "Der Traumpalast - Im Bann der Bilder"
    sehr gut.

    Gestört hat mich lediglich der nur schwer zu entfernende Werbeaufkleber und das mit vorn identische hintere Bild des Palastes hätte mMn durch eine Ortsskizze ersetzt werden können, wie es in den guten alten Karl May-Romanen üblich war.

    Ansonsten verfügt dieses dicke Buch abgesehen von einem Lesebändchen wirklich über alles, was ich mir von einem guten Historienschmöker wünsche: Ein Personenverzeichnis (idealerweise mit Kennzeichnung der historischen Personen) sowie ein das spannend erzählte Geschehen gut abrundendes Nachwort.

    Besagtes Geschehen spielt in Berlin während der Jahre 1917 bis 1925 und erzählt die Liebesgeschichte des fiktiven Protagonistenpaares Rahel und Konstantin (Tino). Den historischen Hintergrund bilden der verlorene erste Weltkrieg mit den darauf folgenden politischen Unruhen, den Problemen vor allem Arbeiterschicht, den zunehmenden Aktivitäten auf der einen Seite der nationalsozialistischen antisemitischen Bewegung und auf der anderen Seite der Welt des Films. Namen wie u. a. Ebert. Hindenburg, Ludendorff,, Liebknecht, Rosa Luxemburg, Lang, Lubitsch, Pola Negri verleihen den Schilderungen einen authentischen Touch.

    Besonders interessant fand ich die Geschehnisse um die mir bis dahin noch nicht bekannte "Organisation Consul".
    Das Buch ist ein in sich abgeschlossener erster Band, der zweite Teil soll im Herbst 2022 erscheinen.
    Hinweis: .Andreas Izquierdos historischer Roman "Revolution der Träume" greift sowohl die Filmgeschichte als auch die politischen Geschehnisse jener Zeit ebenfalls auf und ist mindestens genauso spannend! (Rezension folgt baldmöglichst)

    Verlagslink:

    https://www.fischerverlage.de/buch/p...-9783651025783

  11. #296

    Durchwachsen: Book Rebels

    Annette Pehnts
    Buch
    "Book Rebels - 75 Heldinnen aus der Literatur"
    wurde von Felicitas Horstschäfer illustriert (diese Illustrationen gefallen mir nicht, denn sie wirken auf mich zu wenig emotional) und ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht.

    Es hat mir Spaß gemacht, mich an die Heldinnen meiner Kindheit/Jugend zu erinnern ("Allerleirau", "Gerda", die ihren Freund Kai aus der Gewalt der "Schneekönigin" befreit, "Heidi", "Ilse" aus den "Trotzkopfgeschichten", "Jo", "Meg", Amy" und "Beth" aus Louisa May Alcotts "Eine glückliche Zeit" und "Jahre der Erfüllung" ("Little Women"), "Jerusha" ("Judy") Abbott aus "Daddy Langbein", "Lotte" und "Luise", "Mary Poppins", "Momo", "Pippi Langstrumpf", "Rotkäppchen", "Ronja Räubertochter", "Zora" und später dann "Effie Briest", Jane Eyre" "Jane Marple", "Iphigenie" und "Kassandra" oder Shakespeares "Julia").
    Allerdings fand ich meine damaligen Emotionen nicht immer in den kurzen Zusammenfassungen wieder und deshalb hege ich auch leichte Zweifel, ob dieses Buch wirklich "Lese-Appetit" zu wecken in der Lage ist.

    Verlagslink:
    https://www.hanser-literaturverlage....3-446-27132-6/
    .

  12. #297

    Daumen hoch Reißerischer Roman mit Nachdenkanregungspotenzial

    Der spannende Roman
    "Reality Show"
    von
    Anne Freytag
    unterhielt mich gut und lieferte mir unerwartet viel Stoff zum Nachdenken.

    Alles beginnt in mehr oder wenig harmonischen Szenen in einem auf Wohlstand hinweisenden Ambiente in Erwartung des heiligen Abends.
    Dann dringen bewaffnete Personen ins Haus, nehmen auf unterschiedlichste Art schuldig gewordene Menschen in "Haft" und stellen sie in einer auf allen Fernsehkanälen live übertragenen "Reality Show" vor das Gericht der TV-Zuschauer, denen die jeweiligen Missetaten erläutert werden und die Entscheidung über die Bestrafung überlassen wird.

    In verschiedenen Handlungssträngen, die durch ausreichende Kennzeichnung meist gut unterschieden werden können, erleben die LeserInnen die Entwicklung und Organisation der Aktion mit und stellen sich die Frage, inwieweit man der Faszination und dem Wunsch nach "ausgleichender Gerechtigkeit" erliegt - oder sich mit Abscheu vor "Lynchjustiz" durch einen aufgehetzten Mob abwendet.

    Verlagslink:
    https://www.dtv.de/buch/anne-freytag...ty-show-26303/

  13. #298

    Daumen hoch Revolution der Träume

    Andreas Izquierdos historischer Roman "Revolution der Träume" hat mir außerordentlich spannende und in mehrfacher Hinsicht informationsreiche Lesestunden beschert!
    Das Buch stellt eine interessante Ergänzung zu dem unmittelbar vorher von mir gelesenen historischen Roman von Peter Prange, "Der Traumpalast - Im Bann der Bilder", dar, enthält jedoch im Gegensatz zu diesem bedauerlicherweise weder ein das erzählte Geschehen abrundendes Nachwort noch ein Personenverzeichnis, beides schätze ich bei solchen Büchern sehr, vor allem, wenn aus Letzterem ersichtlich wird, welche Personen historisch und welche der Phantasie des Schriftstellers entsprungen sind. Allerdings verfügt die "Revolution" dankenswerterweise hinten über einen schematischen Stadtplan des alten Berlins.
    Sie ist die in sich abgeschlossene und allein verständliche Fortsetzung von "Schatten der Welt" (weckt jedoch trotz gelegentlicher Rückblenden durchaus das Interesse daran, mehr über das frühere Schicksal der drei sympathischen Protagonisten zu erfahren!) Bei diesen handelt es sich um den in der Ich-Form erzählenden
    Carl Friedländer, der durch die Bekanntschaft mit den UFA-Stars Pola Negri, Emil Jannings und vor allem Ernst Lubitsch ebenfalls mit dem neuen Medium Film näher in Berührung kommt, obwohl bereits erste anti-jüdische Stimmen den aufkommenden Nationalsozialismus/Antisemitismus erahnen lassen, die stark engagierte und oft bis hin zum Leichtsinn mutige
    Luise ("Isi") Beese und
    Artur Burwitz, den Mann der vielen Namen und "Gesichter", der wegen einer schweren Verletzung seine entstellte Gesichtshälfte unter einer dünnen Metallmaske verbirgt.
    Das Buch beginnt mit Carls Ankunft im Jahr 1918 in Berlin, wo die Freunde nach dem Krieg ein neues Leben beginnen wollen und endet 1922. Thematisiert wird neben zwischenmenschlichen Beziehungen auf verschiedenen Ebenen hauptsächlich die Armut eines Großteils der Bevölkerung vor einem bewegten politischen Hintergrund voller Intrigen und Gewalt., Namen wie u. a. Ebert. Hindenburg, Rosa Luxemburg, Lang, Ludendorff und Liebknecht, verleihen dem Roman einen authentischen Touch. Besonders interessant fand ich die Geschehnisse um die mir bis vor kurzer Zeit noch nicht bekannte "Organisation Consul". Ein Glossar für die Erklärung vor allem politischer Abkürzungen habe ich vermisst und etliche Fehler gefunden wie auf S.43 stellvertretend für ähnliche "Suchen **S*ie dich?" oder auch simple Schreibfehler wie bei einem Auto "geschwungen" statt "geschwungenen". Davon abgesehen ein großartiges Leseerlebnis!«.
    Verlagslink:
    https://www.dumont-buchverlag.de/buc...9783832171162/

  14. #299
    Darf ich hier auch ein Buch vorstellen?
    Ich finde das einfach toll und könnte mir vorstellen, dass es Anderen auch gefallen könnte.

    Es handelt sich um das Wimmelbuch für Kinder "Monkee. Dem Geld auf der Spur." Es ist ein Bilderbuch für Kinder und Erwachsene, bei dem es um das Thema "Geld" geht. D.h. das Buch möchte Kindern und Eltern dabei helfen pro-aktiver über Finanzen zu sprechen und will so auch zur Finanzbildung beitragen.

    Ich und meine Tochter finden das Buch super. Hier findet man Infos zum Buch: https://monkee.rocks/wimmelbuch/

  15. #300

    lächeln Willkommen, bienvenue, welcome!

    "Darf ich hier auch ein Buch vorstellen?"

    Aber sicher doch!


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