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Ergebnis 3.016 bis 3.020 von 3020
  1. #3016
    Doctor Sleep

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    Ist schon ein wenig her, dass ich das Buch gelesen habe. Aber die Umsetzung hier hat mir sehr gut gefallen.

  2. #3017
    The Last Hangover (Netflix im OT mit Untertiteln)

    Blödelkurzfilm aus Brasilien über ein alternatives "letztes Abendmahl". Herrlich dämlich, sehr kurzweilig und ohne jeglichen Anspruch. Hab mich gut amüsiert
    Geändert von Soul (Gestern um 11:18 Uhr)
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  3. #3018
    chaos is a ladder Avatar von spector
    Ort: Düsseldorf
    Zitat Zitat von Delphi Beitrag anzeigen
    Ich fand "The Irishman" auch eher mäßig interessant. Der Film erinnert recht stark an frühere Mafia-Filme. Der wichtigste Unterschied zu älteren Scorsese-Filmen: "Der Pate" verherrlichte die Mafiosi noch als coole, stilsichere Gangster mit ausgeprägtem Familiensinn. (Freunde von mir spielten als Jugendliche ein fremdschämiges Mafia-Cosplay.) In "The Irishman" enden dagegen die überlebenden Verbrecher als ziemlich deprimierende Gestalten. Von Prostatakrebs, Inkontinenz und anderen Krankheiten geplagt, vegitieren sie einsam, von der Familie verlassen, im Altersheim. Das finde ich zwar sympathischer als die Glorifizierung im "Paten", aber es wirkt nicht besonders cineastisch. Insofern ist es durchaus in Ordnung, dass der Film nicht im Kino, sondern bei Netflix landete.
    "Der Pate" ist nicht von Scorsese, sondern von Francis Ford Coppola. Ich merke mir das immer so: Scorsese war immer der New York-Typ. Coppola Los Angeles. Ostküste-Westküste. Die Schauspieler überschnitten sich allerdings. DeNiro, Pacino.

    Nämliche beide im Irishman bei Scorsese erstmals in einem guten, nicht grandiosen Film vereint. Und der Altmeister molk das Beste aus beiden Charakterdarstellern raus. Man kennt sich ja seit fast 50 Jahren. Zumindest das Trio Pesci, deNiro und Keitel, die alle drei mehr oder weniger große Rollen spielen. Pacino kam als Scorsese-Neuling dazu und hat quasi für mich zu Zweidrittel den Film bestimmt. Ihm GEHÖRTE jede Szene, in der er auftrat! Im letzen Drittel DeNiro. Wohl die beste Performance seiner Karriere. Der Geheimtipp des Schauspiel-Genies ist aber - wie fast immer - Joe Pesci.

    Wie kommt es also, dass vier bis fünf Hyper-Schauspieler die beste Performance ihres Lebens bringen und der Film mich dennoch nicht richtig packt?
    Für einen Scorsese-Film fehlte mir das Epische, obwohl der Film 5 Jahrzehnte umspannt und Dreieinhalb Stunden dauert. Aber etwa in dem knapp eine Stunde kürzeren Goodfellas hatte ich da eher das Gefühl einer Legende. Er war weniger behäbig, man möchte schon fast sagen: jugendlicher. Hier hingegen sind alle Beteiligten Ende Mitte/ Ende Siebzig und man merkt es auch. Vor allem in den "Verjüngungs"-Szenen, wo etwa Robert DeNiro jemanden zusammenschlägt, und man ihm ein Gehwägelchen spendieren möchte. Weil er sich mit seinem jungen Gesicht bewegt wie ein Rentner.
    Auch ist das Thema Gewerkschaft/Mafia nicht so spannend wie Mafia/Mafia.

    Kurz: Beispielloses Schauspielkino vor mäßig interessanter Erzählkulisse, brillant in Szene(n) gesetzt.
    Geändert von spector (Gestern um 05:18 Uhr)
    Surprise me with the plausible!

  4. #3019
    Just the way you are Avatar von Couchgeflüster
    Ort: Wien
    Zitat Zitat von Felicious Beitrag anzeigen
    Hustlers


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    Geiler Film. Eine richtige Handlung gibt es eigentlich gar nicht und entwickelt sich erst im Laufe des Films, aber dennoch hat er mich mitgerissen. Musik war auch ziemlich geil und von Jennifer Lopez war es bisher die beste schauspielerische Leistung

    7/10
    der steht auch auf meiner liste!

    1.) wg jlo
    2.) weil ich wissen will ob lili reinhardt auch was anderes kann als nur betty cooper aus riverd.

  5. #3020
    Zitat Zitat von spector Beitrag anzeigen
    "Der Pate" ist nicht von Scorsese, sondern von Francis Ford Coppola. Ich merke mir das immer so: Scorsese war immer der New York-Typ. Coppola Los Angeles. Ostküste-Westküste. Die Schauspieler überschnitten sich allerdings. DeNiro, Pacino.
    Oh ja, stimmt.
    Ava DuVernay ("Selma") beklagte sich kürzlich, dass sie häufig mit anderen schwarzen Regisseurinnen verwechselt wird:



    Für die ausgleichende Gerechtigkeit mache ich das mit weltberühmten italoamerikansichen Männern.

    Nämliche beide im Irishman bei Scorsese erstmals in einem guten, nicht grandiosen Film vereint. Und der Altmeister molk das Beste aus beiden Charakterdarstellern raus. Man kennt sich ja seit fast 50 Jahren. Zumindest das Trio Pesci, deNiro und Keitel, die alle drei mehr oder weniger große Rollen spielen. Pacino kam als Scorsese-Neuling dazu und hat quasi für mich zu Zweidrittel den Film bestimmt. Ihm GEHÖRTE jede Szene, in der er auftrat! Im letzen Drittel DeNiro. Wohl die beste Performance seiner Karriere. Der Geheimtipp des Schauspiel-Genies ist aber - wie fast immer - Joe Pesci.
    Joe Pesci wurde gestern mit dem New York Film Critics Circle Award als bester Nebendarsteller geehrt. Die Auszeichnung konnte ich nachvollziehen - im Gegensatz zum Preis für "The Irishman" als besten Film ("Variety").

    Wie kommt es also, dass vier bis fünf Hyper-Schauspieler die beste Performance ihres Lebens bringen und der Film mich dennoch nicht richtig packt?
    Für einen Scorsese-Film fehlte mir das Epische, obwohl der Film 5 Jahrzehnte umspannt und Dreieinhalb Stunden dauert. Aber etwa in dem knapp eine Stunde kürzeren Goodfellas hatte ich da eher das Gefühl einer Legende. Er war weniger behäbig, man möchte schon fast sagen: jugendlicher. Hier hingegen sind alle Beteiligten Ende Mitte/ Ende Siebzig und man merkt es auch. Vor allem in den "Verjüngungs"-Szenen, wo etwa Robert DeNiro jemanden zusammenschlägt, und man ihm ein Gehwägelchen spendieren möchte. Weil er sich mit seinem jungen Gesicht bewegt wie ein Rentner.
    Auch ist das Thema Gewerkschaft/Mafia nicht so spannend wie Mafia/Mafia.

    Kurz: Beispielloses Schauspielkino vor mäßig interessanter Erzählkulisse, brillant in Szene(n) gesetzt.
    Es wäre vermutlich klüger gewesen, den Film mit jüngeren Schauspielern zu besetzen, die für die Szenen am Ende des Films älter geschminkt werden. Ich fand die Verquickung zwischen der Gewerkschaft und der Mafia nicht uninteressant, aber der Film hätte dynamischer sein müssen. Der letzte Akt ließ mich völlig kalt. Mir ist es gleichgültig, ob sich ein Mafia-Killer von seiner Tochter entfremdet oder ob er Reue für seine Verbrechen empfindet.


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