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  1. #1

    Nachricht Plastikmüll vermeiden - Plastikmüll reduzieren

    Ich habe mal wieder eine Doku über Plastikmüll in den Weltmeeren und unsere Plastikverschwendung gesehen und bin aktuell voller Schuldgefühle, weil auch ich aus Gründen der Bequemlichkeit viel zu oft zur Plastikverpackung greife. Und wenn ich mir so ansehe, wie schnell sich meine kleine Recyclingmülltonne mit Plastik füllt, dann kaufe ich eindeutig zu viele Lebensmittel und andere Dinge, die (oft unnötigerweise) in Plastik verpackt sind.

    Ich bin also derzeit voller guter Vorsätze um meinen Plastikverbrauch zu reduzieren. Und für diese Woche plane ich eine kleine Radikalkur um mein Problembewusstsein zu schärfen und werde versuchen, in dieser Woche nichts mit Plastikverpackung zu kaufen, also keinen neuen Plastikmüll zu produzieren. Falls jemand mitmachen will, freue ich mich über Mitstreiter. Und ich würde mich auch über Tipps und Erfahrungsberichte von IOFFlern freuen, die bereits (ganz oder teilweise) plastikfrei leben. Denn ich glaube, solche Aktionen gab es hier schon öfter und vielleicht halten ja einige bis heute durch oder schreiben bisher einfach nicht darüber.

    Hier für eventelle Mitstreiter schon mal zwei Links mit Tipps zur Müllvermeidung/-reduzierung:

    http://nachhaltig-sein.info/natur/pl...stikfrei-leben

    https://utopia.de/galerien/verpackun...-supermarkt/#1


    So, dann bin ich mal gespannt, ob ich es diese Woche wirklich schaffe. Und vor allem, ob ich danach auch langfristig meine Müllproduktion reduzieren kann, denn eigentlich ist das ja mein Ziel.
    Wir seh'n mit Grausen ringsherum:
    Die Leute werden alt und dumm.
    Nur wir allein im weiten Kreise,
    Wir bleiben jung und werden weise.

    Eugen Roth

  2. #2
    Ganzjahresgriller Avatar von dobijoe
    Ort: Nettetal
    Wird sehr schwer. Wir probieren schon mehr als der Durchschnitt aber um komplett zu verzichten muss man schon sehr radikal sein. So nen nullverpackungssupermarkt haben wir hier auch nicht.

  3. #3
    bissel verdreht Avatar von Geli
    Ort: vom Winde verweht
    ich habe auch eine Sendung dazu gesehen und eine in der es um das Mikroplastik geht, das sich in vielen Kosmetikas, Duschgelen, Cremes usw. befindet. Auch hier fände ich ein Umdenken sehr sinnvoll. Eigentlich war ich immer ein großer Fan der Balea-Produkte bei dm, aber viele dieser Produkte (Flüssigseife, Duschgels z.B.) enthalten dieses Mikroplastik. Nun habe ich mich entschlossen diese Produkte nicht mehr zu kaufen und habe mir Naturseifen gekauft. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden, auch meine Haut scheint nicht mehr sooo trocken zu sein.

    Beim BUND gibt es eine interessante Information dazu https://www.bund.net/fileadmin/user_...ufsfuehrer.pdf


    Hier mal zwei Links zu Naturseifenherstellern

    http://www.naturseifen-freiburg.de/

    https://mannaseife.de/

    Irgendwie bin ich auch erschrocken, wieviel SAchen in Plastik verpackt sind. Die einzige Alternative wäre, alles nur noch frisch zu kaufen, z.B. beim Metzger. Es ist wirklich unglaublich wieviel Plastikmüll sich in einer Woche ansammelt.

  4. #4
    ...es sollte dabei auch mal über die Kleidung nachgedacht werden. In vielen Sachen die wir heute tragen ist auch Plastik. Davon gelangen auch winzig kleine Partikel immer wieder in den Kreislauf des Lebens.

  5. #5
    Eine tolle Idee!

    Ich versuche auch mal und hoffe, dass ich hier auch mehr Anregungen kriege.

    Was ich als ersten Schritt kurzfristig umsetzen werde:
    Beim Markteinkauf werden viele Sachen erst in Papptüten gepackt und anschließend alles zusammen noch in eine Plastiküte - die brauch ich aber garnicht, da ich mit einem Einkaufswagen unterwegs bin.
    Äpfel/Birnen kommen direkt in eine Tüte.

    Die Plastiktüten werde ich nicht mehr wegschmeißen sondern direkt wieder in den Einkaufwagen packen und am jeweiligen Stand wieder benutzen. Oder ggf direkt in Stofftaschen umfüllen lassen.

    Alles andere müsste ich noch überdenken.

  6. #6
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Sehr, sehr schwierig, wenn man im normalen Supermarkt einkauft. Wir versuchen Plastikmüll zu vermeiden, aber trotzdem: Es ist uferlos, weil so viel in Plastik verpackt ist, selbst wenn man darauf achtet, gibt es immer noch Produkte, die man kaum ohne Plastikmüll erhält (Tabletten, Zahnpasta usw.)

    Wo wir Plastikmüll einsparen:
    - Unsere Bio-Gemüsekiste: Das Gemüse ist in einer wiederverwendbaren Plastikbox, darin werden 90% der Gemüse unverpackt gelegt, aber selbst in der Gemüsekiste befindet sich hin und wieder Plastikumverpackung z.B. beim Spinat. Teilweise wird Plastikverpackung durch Papierverpackung ersetzt (Bohnen, Tomaten), aber gerade bei Spinat und Salat durchweicht Papier laut Angaben des Gemüsekistenvertreibers zu schnell.
    - Wir haben einen Sodastream mit Glasflaschen und versuchen auch sonst Getränke nur in Glasflaschen zu kaufen. Gelingt uns aber nicht immer z.B. bei Säften.
    - Unser örtlicher Biomarkt hat in der Gemüse- und Obstabteilung nur noch Papierverpackung. Außerdem kann man an der Wurst- und Käsetheke seine eigene Blechbox mitbringen und diese befüllen lassen.
    - Auf dem Markt können wir auch relativ verpackungsfrei einkaufen.
    - Plastikverpackungen/tüten versuche ich wiederzuverwenden bzw. als Mülltüte zu verwenden. Generell nehmen wir Stoffbeutel/Korb usw. zum Einkaufen mit.

    Ich bin gespannt auf Deinen Erfahrungsbericht

  7. #7
    bissel verdreht Avatar von Geli
    Ort: vom Winde verweht
    ich hab letzte Woche als ich Obst gekauft habe keine Plastiktüte genommen, sondern die Sachen lose in den Wagen und dann aufs Band gelegt (3 Pflaumen und 3 Nektarinen). Ich befürchtete, dass die Verkäuferin meckert, aber sie hat nichts gesagt. Allerdings muss ich da noch dran arbeiten, so lose in den Wagen und dann aufs Band und wieder in den Wagen und dann im Auto in den Korb, ist auch nicht so das Wahre vom Handling her. Aber ich könnte mir einen kleinen Korb zulegen in den ich die Sachen lege

  8. #8
    Geli, das waren auch meine Gedanken.
    Textiltaschen sind dann vielleicht ungünstig, weil man nicht richtig sieht und ggf reingucken muss. Außerdem wiegen die ja auch was.

    Aber wenn man diese dünnen Tütchen immer wieder verwendet, ist doch schon auch viel gewonnen?

  9. #9
    bissel verdreht Avatar von Geli
    Ort: vom Winde verweht
    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Geli, das waren auch meine Gedanken.
    Textiltaschen sind dann vielleicht ungünstig, weil man nicht richtig sieht und ggf reingucken muss. Außerdem wiegen die ja auch was.

    Aber wenn man diese dünnen Tütchen immer wieder verwendet, ist doch schon auch viel gewonnen?
    ja sicher, aber die werden ja so schnell "unschön" diese dünnen Tüten und dann willst du eine neue.

  10. #10
    Gardinenstoffe sind häufig sehr leicht und transparent. Daraus kleine Säckchen nähen und für das Obst und Gemüse verwenden.

    Oder wahlweise gibt es auch Obstnetze zum Kaufen. Im hiesigen Bio-Supermarkt gibt es die in der Obst- und Gemüseabteilung
    “Evil begins when you begin to treat people as things.”

    Terry Pratchett - I Shall Wear Midnight

  11. #11
    running system Avatar von raschni I.O.F.F. Team
    Ort: Deutschland
    Was ich letztens mehr als skurril fand: Wir haben auf dem Markt an einem Biostand Champignons gekauft, die in einer Plastikschale waren. Bei Kauf wurden die dann von der Plastikschale in eine spitze Papiertüte umgefüllt. Das hat für mich überhaupt keinen Sinn ergeben, ausser, dass man jetzt noch mehr Müll produziert hat.

  12. #12
    bissel verdreht Avatar von Geli
    Ort: vom Winde verweht
    Zitat Zitat von gytha Beitrag anzeigen
    Gardinenstoffe sind häufig sehr leicht und transparent. Daraus kleine Säckchen nähen und für das Obst und Gemüse verwenden.

    Oder wahlweise gibt es auch Obstnetze zum Kaufen. Im hiesigen Bio-Supermarkt gibt es die in der Obst- und Gemüseabteilung
    super, die find ich gut

  13. #13
    Zitat Zitat von gytha Beitrag anzeigen
    Oder wahlweise gibt es auch Obstnetze zum Kaufen.
    Danke!
    Ich wäre nie auf die Idee gekommen, so etwas zu suchen.
    Über die Produkte bin ich jetzt auf ecoyou aufmerksam geworden.

    Da gibt es auch ein Gratis-eBook (30 Tage Zero Waste Challenge).
    Ist vielleicht ganz interessant?

    Dort bin ich auch über die Rubrik "Küche ohne Plastik" über Bienenwachstücher gestolpert.
    Die kann man angeblich statt Alufolie oder Klarsichtfolie benutzen.
    Hat jemand Erfahrung mit sowas?

  14. #14
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Ich bin auch schonmal über sie gestolpert und hatte mir überlegt, selber welche zu machen. Hier eine Anleitung:
    https://www.zerowastefamilie.de/Bien...haltefolie.htm

    Aber wir verwenden sowieso kaum Alufolie oder Klarsichtfolie, da ich meistens alle Reste in größere und kleinere Behältnisse umfülle, um sie im Kühlschrank frisch zu halten.

  15. #15
    Danke für die vielen Tipps. Das mit den Obstnetzen ist eine tolle Idee. Und mit dem Mikroplastik in Kosmetikprodukten muss ich mich auch mal intensiv auseinander setzen.

    Ich benutze ja schon seit Jahren Stoffeinkaufstaschen, hab (fast) immer eine in der Handtasche, gerade auch für spontane Einkäufe.

    Hier mein erster kleiner Bericht aus der Mittagspause: Wollte heute Joghurt mit Obst und dazu Wasser und Semmeln (für Nordlichter: Brötchen) und war beim nahegelegenen Edeka.

    Habe mich beim Obst auf Bananen und Mandarinen beschränkt und diese lose in den Einkaufskorb gelegt. An der Kasse gab es auch keinerlei Probleme (bei Bananen hab ich das auch bisher schon gemacht, bei anderem Obst und Gemüse nicht, drum war ich unsicher), die Verkäuferin hat sie einfach unbetütet abgewogen.
    Beim Joghurt hab ich zum Joghurt im Glas gegriffen. Den gibt es zwar nur in großen Größen aber dann muss ich halt morgen oder übermorgen nochmal Joghurt essen, ist ja gesund. Allerdings gab es Joghurt im Mehrweg-Glas in meinem Edeka nur von einer Marke und die Auswahl war natürlich nicht annähernd so groß, wie bei den Plastikjoghurts. Aber immerhin!
    Wasser war einfach: Es gab ca. vier Sorten in Mehrweg-Glasflaschen, da hab ich dann schon eine für mich passende gefunden.
    Auf folgende Probleme bin ich aber gedanklich schon mal gestoßen: Gummibärchen, Chips und auch meine Lieblingslimo gibt es nur mit Plastik bzw. bei den Chipstüten bin ich unsicher, aus was die eigentlich sind (dünne Alufolie?). Für meine Experimentwoche kann ich darauf verzichten, aber für die Zukunft muss ich mir da was einfallen lassen.

    Nachtrag: Die Semmeln hab ich beim Bäcker mitgenommen und natürlich, wie es Standard ist, in einer Papiertüte erhalten.
    Geändert von Little_Ally (09-04-2018 um 13:22 Uhr)


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