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  1. #31
    Under the Fuchtel Avatar von RAPtile
    Ort: BY
    Zitat Zitat von Antananarivo Beitrag anzeigen
    Und gerade bei Gauck und Merkel stellt sich zwangsweise dann auch die Anschlussfrage, warum gerade die beiden im Osten so derart verhasst sind. Wahrscheinlich wäre Hiltrud Werner genauso unbeliebt, wäre sie bekannter.


    Das wächst sich raus, wenn dem Osten klar wird, dass in Gelsenkirchen genauso wenig vom goldenen Löffel gegessen wird wie in Görlitz.
    Du meinst es gibt nicht nur ein Ost West Gefälle sondern auch ein Nord Süd Gefälle?!?

    Das kann durchaus interessant werden sollte man das mal verstehen.
    Fick mich, wenn ich mich irre, aber wollten wir nicht knutschen?

  2. #32
    Zitat Zitat von Dost Beitrag anzeigen
    Dein Wort in Gottes Ohr. Ich selber habe immer mehr Angst um die Demokratie. Wir haben zehn Jahre Aufschwung hinter uns. Sachsen hat aktuell eine Arbeitslosenquote von 5,3%, Brandenburg von 5,7% (Bremen hat 10,2%, Nordrhein-Westfalen 6,6%). Dennoch liegt die AFD bei beiden Ländern in den aktuellen Prognosen bei z.T. deutlich über 20%.

    Die fetten Jahre sind vorbei. In der Weltwirtschaft braut sich - insbesondere für ein so exportlastiges Land wie Deutschland - ein perfekter Sturm zusammen (Handelskrieg China-USA; Korea-Japan; Brexit; Italien; Strukturkrise Automobil-/KI-).

    Was, wenn die Arbeitslosigkeit wieder auf 12% in Sachsen steigt? Erhält die AFD dann fast 50%?
    Was hat Angst um die Wirtschaft mit Angst um die Demokratie zu tun?
    Ich teile deine Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung (auch aufgrund katastrophaler politischer Entscheidungen bzw. Nicht-Entscheidungen in den letzten Jahren), aber unsere Demokratie ist unabhängig davon stabil ...
    We're too young until we're too old - We're all lost on the yellow brick road - We climb the ladder but the ladder just grows - We're born, we work, we die, it's spiritual
    (Kenny Chesney - "Rich And Miserable")

  3. #33
    Durch die Gewaltenteilung und dieses neumodische Internetz halte ich unsere Demokratie auch für gefestigt.

    Ja, die letzten 10 Jahre waren ein Geschenk, aber wir haben es nicht ausgepackt. Lief ja auch so. Viele leben gut und gerne hier, die anderen, tja, die werden schon wie immer die Klappe halten. Das scheint nicht mehr zu klappen.


  4. #34
    Dost
    unregistriert
    Zitat Zitat von ManOfTomorrow Beitrag anzeigen
    Was hat Angst um die Wirtschaft mit Angst um die Demokratie zu tun?
    Ich teile deine Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung (auch aufgrund katastrophaler politischer Entscheidungen bzw. Nicht-Entscheidungen in den letzten Jahren), aber unsere Demokratie ist unabhängig davon stabil ...
    It's the economy stupid!

    Kurze Antwort: ALLES!! Erst kommt das Fressen, dann die Moral oder wissenschaftlicher:
    Bild:
    ausgeblendet


    Wirtschaft ist Stufe 1-2, Demokratie Stufe 4-5.

  5. #35
    Partner, Freunde, Liebe, das ist doch das IOFF.


  6. #36
    Zitat Zitat von Dost Beitrag anzeigen
    Was, wenn die Arbeitslosigkeit wieder auf 12% in Sachsen steigt? Erhält die AFD dann fast 50%?
    Sicher nicht, Wirtschaft fällt nicht in die Kompetenz der AfD, die Union würde hier wohl am ehesten profitieren.

  7. #37
    Ernstderlageverkenner Avatar von Antananarivo
    Ort: auf Ingo
    Zitat Zitat von RAPtile Beitrag anzeigen
    Du meinst es gibt nicht nur ein Ost West Gefälle sondern auch ein Nord Süd Gefälle?!?

    Das kann durchaus interessant werden sollte man das mal verstehen.
    Nunja, geografisch gesehen eignen sich Görlitz und Gelsenkirchen nicht für einen Nord-Süd-Vergleich , aber ja, das Gefälle ist mehr als sichtbar. Beispiel Arbeitslosenquote Bremerhaven 12,1%, Ingolstadt 1,9%, Görlitz 7,5% und Gelsenkirchen 11,4%.

    In einem Punkt ist der Osten wirklich deutlich schlechter gestellt als der Westen, bei den Vermögen. Und das ist folgenreich. Das ist aber nichts, was man schnell mal ändern könnte. Allerdings wage ich mal zu behaupten, dass die Vermögensverteilung im Westen auch nicht gerade durchgängig in allen Bevölkerungsschichten gleich ist.

  8. #38
    Dost
    unregistriert
    Zitat Zitat von Premiere0815 Beitrag anzeigen
    Partner, Freunde, Liebe, das ist doch das IOFF.

  9. #39
    vom Blitz getroffen Avatar von BlackGirl
    Ort: Kölle
    Zitat Zitat von Dom Basaluzzo Beitrag anzeigen
    Das passiert hier allen, die noch differenzieren können und lieber nach Erklärungen suchen als nach Verurteilungen, die hier ohnehin nicht ihre Adressaten finden. Manchmal liest sich das dann bei einigen wie eine Demonstration.
    Und wenn es keine Erklärung gibt? Was, wenn der AfD-Wähler aus Sachsen eben kein besorgter Bürger ist, sondern ein lupenreiner Rassist?

  10. #40
    Under the Fuchtel Avatar von RAPtile
    Ort: BY
    Zitat Zitat von Antananarivo Beitrag anzeigen
    Nunja, geografisch gesehen eignen sich Görlitz und Gelsenkirchen nicht für einen Nord-Süd-Vergleich , aber ja, das Gefälle ist mehr als sichtbar. Beispiel Arbeitslosenquote Bremerhaven 12,1%, Ingolstadt 1,9%, Görlitz 7,5% und Gelsenkirchen 11,4%.

    In einem Punkt ist der Osten wirklich deutlich schlechter gestellt als der Westen, bei den Vermögen. Und das ist folgenreich. Das ist aber nichts, was man schnell mal ändern könnte. Allerdings wage ich mal zu behaupten, dass die Vermögensverteilung im Westen auch nicht gerade durchgängig in allen Bevölkerungsschichten gleich ist.
    In deinem Fall nicht.
    Aber Bremerhaven/Ingolstadt geben ja ein Indiz.

    Man sollte auch Kaufkraft und Lebenshaltungskosten vergleichen.

    Was ich oft höre ist, dass man in "Bayern viiiel mehr verdient" als im Osten.
    Dass du aber auch mindestens 11€ m2 deine Hütte zahlst, steht nicht in der Kaufkraft.

    Daher wird selten das Gesamtbild gesehen. Sondern man ist abgehängt. Weil das Gehalt geringer ist. #isso.

    Und sämtliche anderen Punkte werden ausgeblendet.
    Die Mär vom westlichen Schlaraffenland ist eben noch im Kopf verankert. Und selber wohnt man in Mordor
    Fick mich, wenn ich mich irre, aber wollten wir nicht knutschen?

  11. #41
    Ich will ja nach Ingolstadt ziehen, warte aber noch auf eine Einladung.


  12. #42
    *321* Avatar von suboptimal
    Ort: Ein Schritt vor Belgien
    Zitat Zitat von RAPtile Beitrag anzeigen
    ...
    Dass du aber auch mindestens 11€ m2 deine Hütte zahlst, steht nicht in der Kaufkraft.
    Bei den Kaufkraftangaben sind Mieten (und andere wiederkehrende Ausgaben) schon herausgerechnet bzw. berücksichtigt. Kaufkraft ist das, was nach Abzug u.a. der Miete/Tilgung für den Lebensunterhalt zur Verfügung steht.
    *Jeder Jeck es anders* *Et es, wie et es* *Et kütt, wie et kütt* *Et hätt noch emmer jot jejange* *Wat fott es, es fott* *Et bliev nix, wie et woor* *Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domett* *Wat wellste mache?* *Mach et joot, ävver nit ze off* *Wat soll de Quatsch?* *Drinkste eene met?*

  13. #43
    Under the Fuchtel Avatar von RAPtile
    Ort: BY
    Zitat Zitat von suboptimal Beitrag anzeigen
    Bei den Kaufkraftangaben sind Mieten (und andere wiederkehrende Ausgaben) schon herausgerechnet bzw. berücksichtigt. Kaufkraft ist das, was nach Abzug u.a. der Miete/Tilgung für den Lebensunterhalt zur Verfügung steht.
    Ups.
    Ich meinte Gehalt.
    Im nächsten Absatz schrieb ich das ja auch.

    (Edit:Meh.
    Der ganze Post war verhampelt. Oma hat Blutgerinnsel im Kopf. Diskussionen um OP/Lebensverlängernde Maßnahmen werden gerade virtuell geführt.)
    Geändert von RAPtile (08-08-2019 um 11:55 Uhr)
    Fick mich, wenn ich mich irre, aber wollten wir nicht knutschen?

  14. #44
    Silvia-Seidel-Gedenker Avatar von Dr. Mauso
    Ort: Hamburg
    Angenommen, die CDU würde mit der Linkspartei eine Koalition bilden, wäre dass dann der gefürchtete Rechtsruck?

  15. #45
    säule des forums Avatar von alonzo
    Ort: heidelberg
    Zitat Zitat von Dost Beitrag anzeigen
    Ich fand das Interview von Jana Hensel im Spiegel recht interessant, bei der sie auf die ,,vertieften sozioökonomischen" Unterschiede zwischen Ost und West eingeht und dass man die Gemeinsamkeiten mittlerweile eher suchen muss als die Unterschiede.

    Auch ich arbeite als Wessi viel im Osten, insbesondere Rostock, Leipzig, Potsdam. Ähnlich wie Mieze fallen mir als arbeitendem Menschen auch keine Unterschiede zwischen Ost und West auf, außer dass die Straßen im Osten grundsätzlich besser sind.

    Rostock hat Toitenwinkel und Groß Klein, Kiel hat Mettenhof und Gaarden. Leipzig ist hipper als Lübeck. Aber!: Da meine Frau Leipzigerin ist und ich somit Verwandtschaft in der sächsischen Provinz und im Erzgebirge habe und ich mich als einziger Wessi am Kaffeetisch stets und immer für alle politischen Fehlentwicklungen rechtfertigen muss, erfahre ich auch zwangsläufig, obwohl ich stets und immer versuche alle Politische auszuklammern, die Denke dort. Und da kann ich Jana Hensel nur recht geben. Die Unterschiede haben sich verfestigt. Und sie lösen sich nicht auf. Auch ich dachte immer: Das wird schon. Wird es aber nicht. Für mich liegen die Unterschiede gar nicht so sehr im Wirtschaftlichen. So viel toller ist in wirtschaftlicher Hinsicht Dithmarschen zum Uecker-Randow-Kreis nicht gerade. Aber die politische Denke ist eine andere. Frustrierter, aggressiver, obrigkeitsfeindlicher und ich glaube nicht, dass sich das ändern wird. Die demokratieskeptischen Links- und Rechtsaußenkräfte werden dauerhaft bleiben. Hier haben sich andere Traditionen entwickelt, so wie CSU für Bayern und SPD für Bremen. Das bleibt.

    Andere Sozialisation?
    nach kriegsende hat sich in beiden deutschen staaten aufgrund unterschiedlicher rahmenbedingungen eine andere politische kultur entwickelt. politisch sehe ich zwischen ostdeutschland und den visegrad staaten mehr gemeinsamkeiten als zwischen ost- und westdeutschland. das ist per se weder gut noch schlecht.

    ich würde aber ostdeutsche nie pauschal als frustrierter oder aggressiver bezeichnen. das ständig wiederkehrende belehren der ostdeutschen bei jeder wahl halte ich für überhaupt nicht hilfreich und es ist möglicherweise kontraproduktiv, weil es am ende die gräben vertieft und eine "jetzt-erst-recht" bzw. bollwerkmentalität fördert.

    die stärke der afd und der linken in ostdeutschland bedeutet zunächst, dass es diesen parteien gelingt, ihren wählern ein attraktives angebot zu machen. die anderen parteien sind nun aufgefordert, den wählern im rahmen des politischen wettbewerbs eine (attraktivere) alternative zu bieten. wenn es den anderen parteien nicht gelingt, ist es nicht die schuld der wähler in ostdeutschland.


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