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Ergebnis 1 bis 15 von 61
  1. #1
    Hiddlebatched Avatar von tuetensuppe
    Ort: hinter den sieben Bergen

    Lernen für Prüfung ... ich kann mir nichts behalten :-(

    Hallo in die Runde, ich mache eine von meinem AG bezahlte berufsbegleitetende Weiterqualifizierung seit Mai diesen Jahres. Ende des Monats steht die 1. Teilprüfung an (Politik und Wirtschaft) und ich lerne wirklich seit 14 Tagen jeden Tag noch 2 bis 4 Std. nach der Arbeit bzw. eben an den Wochenenden indem ich mir erst alles was prüfungsrelevant ist rausgeschrieben habe als Zusammenfassung und das mir jetzt eben mit durchlesen einprägen bzw. halt durch lesen auswendig lernen will. Aber irgendwie bleibt so gut wie gar nichts hängen habe ich das Gefühl Der Tag kommt immer näher und ich verfalle innerlich in Panik, weil ich lerne wie doof und irgendwie nix bei rumkommt. Andere Leute setzen sich ein bis zwei Tage vor der Prüfung hin oder sagen, dass sie ja gar keine Zeit haben zum lernen und die schreiben eine gute Note und ich lerne dann insgesamt knapp 6 Wochen bis zu dem Termin und befürchte nicht mal eine 4 zu schaffen Letztens haben wir im Unterricht eine Klausur geschrieben, ich habe dafür 3 Wochen mich täglich hingesetzt und gelernt, die Anderen wieder entweder keine Zeit oder einen tag vorher erst angefangen zu lernen, ich saß wie Kleindoofi vor den Aufgaben. Zurück haben wir die Arbeit noch nicht, keine Ahnung was ich verzapft habe. Auch habe ich das Gefühl, dass mein Gehirn einfach zu doof ist, ich versteh oft die Fragen nicht - die in den Übungsprüfungeb, die wir bekommen haben, gestellt sind

    Was mache ich falsch? Hat wer Tipps und Tricks?
    “Von allen Dingen, die ich verloren habe, vermisse ich mein Hirn am meisten.”
    (Ozzy Osbourne)

  2. #2
    Erstmal: Tief Luft holen!

    Dann: Auswendig lernen ist nicht der Schlüssel zum Erfolg.
    Wichtiger wäre, dass du verstehst was du da machst bzw. was man von dir will bzw. welche Erwartungen gegeben sind.
    Auswendiges wieder geben führt ja dazu, dass du Definitionen, Formeln o.ä. runterrasseln kannst, aber wie du ja schon merkst, keine Transferaufgaben leisten könntest damit.

    Was für ein Lerntyp bist du?
    Wie sieht dein Arbeitsplatz zum Lernen aus?
    Hast du ausreichend Ruhephasen?
    Hast du die Option mit jemanden zusammen zu lernen bzw. dir Dinge nochmal erklären zu lassen?
    Hast du die Möglichkeit weitere Übungsprüfungen zu machen (außerhalb der Schule)?

  3. #3
    When we were kings Avatar von *Blue*
    Ort: Behind the wheel
    wie lernst du denn?

    also wie genau liest du deine rausgeschriebenen Sachen durch?
    einfach 5 x durchlesen - langsam oder auch laut - das bringt mE nicht viel.
    ich würde kurze abschnitte lesen und dann mit eigenen wörtern wiedergeben.


    und wie hast du das rausgeschrieben? einfach auf mehrere seiten fließtext?
    oder auf karteikarten?

    ich hab irgendwann fast alles auf lernkarten geschrieben und mit lernkästen gearbeitet.
    also nicht nur vokabeln, sondern eigentlich alles.

    Denk ich an Europa in der Nacht - Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen - Und meine heißen Tränen fließen. (in Anlehnung an H. Heine)
    There are 10 types of people in the world:
    Those who understand binary, and those who don't.


  4. #4
    Vielleicht gibt es zu den Themen Tutorials bei YouTube. Da würde ich zuerst schauen, wenn ich es etwas einfach selbst "nicht erkennen kann" / doof bin, wie du es sagst. Vielleicht gibt es ein Video, das dann bei dir Klick macht und alles weitere besser verstehen lässt. Ich kann es dir nachfühlen, ich war auch immer so in den Prüfungen. Gefühlt auch immer am Thema vorbei formuliert.

  5. #5
    Zitat Zitat von *Blue* Beitrag anzeigen
    wie lernst du denn?
    also wie genau liest du deine rausgeschriebenen Sachen durch?
    einfach 5 x durchlesen - langsam oder auch laut - das bringt mE nicht viel.
    ich würde kurze abschnitte lesen und dann mit eigenen wörtern wiedergeben.


    und wie hast du das rausgeschrieben? einfach auf mehrere seiten fließtext?
    oder auf karteikarten?

    ich hab irgendwann fast alles auf lernkarten geschrieben und mit lernkästen gearbeitet.
    also nicht nur vokabeln, sondern eigentlich alles.
    Unorthodoxer tip:
    Schreib dir spickzettel! Möglichst klein! Dazu musst du die prüfungsrelevanten themen allerdings nochmal aufs wesentliche „eindampfen“, also noch einmal die essenz rausziehen. Danach eine gliederung erstellen, wo auf welchem spicker welche informationen sind.
    Danach schreibst du, am besten per hand, die spicker, wie gesagt, möglichst klein.
    Dann musst du den einsatz üben, am besten mit nem kumpel... du bearbeitest ein paar übungsaufgaben mit deinem spicker, und er soll die rolle des lehrers übernehmen, danach kannst du dann evtl inhalte und form der spicker überarbeiten...

    Wenn das alles fluppt, hast du dich so intensiv mit dem them beschäftigt, dass du die spickzettel nicht mehr brauchst und trotzdem die prüfung schaffen wirst...

  6. #6
    When we were kings Avatar von *Blue*
    Ort: Behind the wheel
    Zitat Zitat von tanakin Beitrag anzeigen
    Unorthodoxer tip:
    Schreib dir spickzettel! Möglichst klein! Dazu musst du die prüfungsrelevanten themen allerdings nochmal aufs wesentliche „eindampfen“, also noch einmal die essenz rausziehen. Danach eine gliederung erstellen, wo auf welchem spicker welche informationen sind.
    Danach schreibst du, am besten per hand, die spicker, wie gesagt, möglichst klein.
    Dann musst du den einsatz üben, am besten mit nem kumpel... du bearbeitest ein paar übungsaufgaben mit deinem spicker, und er soll die rolle des lehrers übernehmen, danach kannst du dann evtl inhalte und form der spicker überarbeiten...

    Wenn das alles fluppt, hast du dich so intensiv mit dem them beschäftigt, dass du die spickzettel nicht mehr brauchst und trotzdem die prüfung schaffen wirst...

    tatsächlich hat dieses Vorgehensweise ein Lehrer von mir propagiert

    Denk ich an Europa in der Nacht - Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen - Und meine heißen Tränen fließen. (in Anlehnung an H. Heine)
    There are 10 types of people in the world:
    Those who understand binary, and those who don't.


  7. #7
    Zitat Zitat von *Blue* Beitrag anzeigen
    tatsächlich hat dieses Vorgehensweise ein Lehrer von mir propagiert
    Bei mir hats funktioniert...

  8. #8
    When we were kings Avatar von *Blue*
    Ort: Behind the wheel
    und Lerngruppen bilden.
    lerngruppen sind die beste Prüfungsvorbereitung der Welt.
    also die richtige Lerngruppe. also nicht die "wir treffen uns zum Lernen und saufen die ganzen Zeit Bier"...

    und am besten sofort mit Beginn des Unterrichts mit der lerngruppe beginnen.
    also sich von anfang an 1x die woche treffen und den stoff durchsprechen, scirpte ergänzen usw.

    meine lerngruppe war das Beste, was mir im Studium passiert ist
    Geändert von *Blue* (07-10-2019 um 13:19 Uhr)

    Denk ich an Europa in der Nacht - Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
    Ich kann nicht mehr die Augen schließen - Und meine heißen Tränen fließen. (in Anlehnung an H. Heine)
    There are 10 types of people in the world:
    Those who understand binary, and those who don't.


  9. #9
    Lerngruppe, Karteikarten/Spickzettel etc find ich auch hilfreich.
    Vor allem das Schreiben/Wiederholen mit eigenen Worten!

    Du solltest aber auch prüfen, ob du „nur“ Probleme hast, dir bestimmte Dinge zu merken. Oder ob du eventuell irgendwas Grundlegendes nicht verstanden hast und du deshalb den Rest nicht tatsächlich verstehen kannst?

    Auch Entspannung ist wichtig.
    Vielleicht liest du Texte, ohne sie wirklich zu lesen, weil du im Kopf dauernd „ich schaff das nicht, ich merk mir das nicht“ etc denkst und somit garnicht wirklich auf den Inhalt konzentriert bist. Dann liest du sozusagen nur mit den Augen.

  10. #10
    Hiddlebatched Avatar von tuetensuppe
    Ort: hinter den sieben Bergen
    Erstmal Dank für die vielen Antworten in so kurzer Zeit Ich versuch die mal zu beantworten.

    @Elina²
    Hm, ich weiß nicht so recht welcher Lerntyp ich bin Welche gibt es denn? Ich war halt auch schon früher in der Schule keine gute Schülerin, also schriftliche Noten waren bei mir nix.
    Mein Arbeitsplatz zum lernen ist entweder mein Schreibtisch daheim oder die bequeme Couch ohne Fernseher an usw. mit Ohropax in den Ohren. Aktuell lerne ich heite aber an meinem Büroschreibtisch, habe ein Einzelzimmer.
    Ruhephasen, also ich schlafe nachts etwas um die 6 Stunden, da ich sehr früh aufstehe und früh anfange zu arbeiten, damit ich auch früh heimgehen kann. Dann bin ich so gegen 15:30 Uhr zu Hause und habe dann Zeit.
    Ich bin eine von 6 Leuten, die bei meinem AG die Weiterqualifizierung machen (wir gehen auch in eine Klasse) und treffen uns diese Woche 1 x, nä. Woche 2 x und danach nochmal 1 x zum gemeinsamen lernen - also Lerngruppe.
    Also ich hab alle Übungsprüfungen, die ich habe, außerhalb der Schule jetzt durchgearbeitet - das sind die Prüfungen der letzten 7 Jahre.

    @ *Blue*
    Ich lerne indem ich mir meine handgeschriebenen Unterlagen/Karteikarten nehme und anfange zu lesen und versuche es dann immer wieder wiederzugeben. Aber daran scheitere ich meistens, weil ich es mir nicht merken konnte

    @ orca
    Ja, Youtube-Videos gibt es dazu schon eine Menge. Die schaue ich ja auch ab und zu mal.

    @ tanakin
    Die Themen sind aber schwer einzudampfen, es ist halt vieles umfangreich.
    “Von allen Dingen, die ich verloren habe, vermisse ich mein Hirn am meisten.”
    (Ozzy Osbourne)

  11. #11
    Hiddlebatched Avatar von tuetensuppe
    Ort: hinter den sieben Bergen
    Zitat Zitat von Sabuha Beitrag anzeigen
    Lerngruppe, Karteikarten/Spickzettel etc find ich auch hilfreich.
    Vor allem das Schreiben/Wiederholen mit eigenen Worten!

    Du solltest aber auch prüfen, ob du „nur“ Probleme hast, dir bestimmte Dinge zu merken. Oder ob du eventuell irgendwas Grundlegendes nicht verstanden hast und du deshalb den Rest nicht tatsächlich verstehen kannst?

    Auch Entspannung ist wichtig.
    Vielleicht liest du Texte, ohne sie wirklich zu lesen, weil du im Kopf dauernd „ich schaff das nicht, ich merk mir das nicht“ etc denkst und somit garnicht wirklich auf den Inhalt konzentriert bist. Dann liest du sozusagen nur mit den Augen.
    Es ist eigentlich das mit dem Merken eher. Problem ist eben, der Dozent hat vorgegeben, wenn eine Aufgabe mit Erläutern beginnt und z. B. es 18 Punkte dafür gibt, dann bedeutet das, dass die Erläuterung 18 % der Prüfungszeit in Anspruch nehmen soll. Er rechnet dann immer aus, wie viel er dann da lesen will und da sag ich mir "Wie soll ich das denn schaffen so viel dazu zu schreiben?!"
    “Von allen Dingen, die ich verloren habe, vermisse ich mein Hirn am meisten.”
    (Ozzy Osbourne)

  12. #12
    Immer am Fliegen Avatar von Trabbatooni
    Ort: Das ist nicht die Nordsee
    Zitat Zitat von tuetensuppe Beitrag anzeigen
    Es ist eigentlich das mit dem Merken eher. Problem ist eben, der Dozent hat vorgegeben, wenn eine Aufgabe mit Erläutern beginnt und z. B. es 18 Punkte dafür gibt, dann bedeutet das, dass die Erläuterung 18 % der Prüfungszeit in Anspruch nehmen soll. Er rechnet dann immer aus, wie viel er dann da lesen will und da sag ich mir "Wie soll ich das denn schaffen so viel dazu zu schreiben?!"
    1. Also erstmal Team Spickzettel als Lernzettel. Und massenweise Klebezettel in den (Gesetz-)Büchern zur Erinnerung.
    2. Für die wichtigsten Problemkreise ein Schema der Abarbeitung einprägen und immer so anfangen. A ist dann eventuell die Ausgangslage B Konsequenzen daraus, B 1 Konsequenzen daraus für X, B 2 Konsequenzen für Y, C Wertungen..... Was halt passt und da hast Du bestimmt Gliederungen gelernt. Daran unbedingt halten, gibt Punkte. Und dann halt gut für und wieder abwägen, erzählen, da kommt man auf viel Text.
    Ich weiß das.

    Wünsche Dir viel Glück.

    P.S. Noch auf meiner Wasserflasche hatte ich Stichwörter. Die Flasche vergaß ich dann in der WG, sah die drei Stichwörter aber genau vor meinem virtuellen Auge.

  13. #13
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Hier sind schon einige gute Tipps genannt worden.

    Was mir immer sehr gut hilft: Verschiedene mögliche Prüfungsfragen zu dem zu lernenden Stoff sich selbst überlegen und Frage und Antwort aufschreiben. Ich formuliere immer ganz konkrete Fragen, die jede Kleinigkeit abdecken und dann eher übergeordnete Fragen. Ich denke, das kann man auch gut mit Karteikarten kombinieren.

    Wenn es um Recht geht, dann das geforderte Antwortchema lernen und üben. Solche Fragen sollte man nach einem (meist vorgegebenen) Standardformat beantworten und an dem kann man sich dann entlanghangeln.
    Geändert von dedeli (07-10-2019 um 17:00 Uhr)

  14. #14
    Zitat Zitat von *Blue* Beitrag anzeigen
    und Lerngruppen bilden.
    lerngruppen sind die beste Prüfungsvorbereitung der Welt.
    also die richtige Lerngruppe. also nicht die "wir treffen uns zum Lernen und saufen die ganzen Zeit Bier"...

    und am besten sofort mit Beginn des Unterrichts mit der lerngruppe beginnen.
    also sich von anfang an 1x die woche treffen und den stoff durchsprechen, scirpte ergänzen usw.

    meine lerngruppe war das Beste, was mir im Studium passiert ist
    Das kann ich absolut bestätigen, Lerngruppen sind genial. Einer weiss immer mehr und man kann darüber reden, da bleibt echt viel hängen

  15. #15
    Es wurde hier eh schon genannt, aber bei mir war es auch so, was am allerbesten half:

    - Grundlagen lernen, damit man
    - das darauf Aufbauende lernen kann
    - und wenn man grob ne Ahnung hat, worum es geht, versuchen, sich alles mit eigenen Worten selbst zu erklären. Gerne auch sprechend, nicht nur gedanklich.

    Wenn ich den Kauderwelsch zu Immobilienrecht hätte auswendig lernen müssen, na dann gute Nacht Meine eigenen Formulierungen waren teilweise zwar etwas einfach, aber inhaltlich war es korrekt. Und das war meinen Prüfern viel wichtiger, als mit Fachbegriffen und Zahlen um sich zu werfen.

    Ich hab also im Unterricht immer gut aufgepasst und viele Fragen gestellt, wenn was unklar war. Ich war immer der Streber, aber am Ende kam ich immer mehr als gut durch, also von daher ...

    Und weil ich vom Unterricht her schon viel verstanden hatte, fiel mir das nachfolgende Lernen umso leichter. Zusätzlich zum Unterrichtsmaterial von den Vortragenden hatte ich mir Notizen en masse gemacht, beim Lernen hat das auch geholfen, weil mir dann wieder einfiel, wieso ich genau da und dort was notiert hatte. Wie so Mini-Eselsbrücken.

    Klar musste auch ich diverse Punkte einfach auswendig lernen, so Merkmale aufzählen zB, das gehört halt auch dazu. Aber mehr als ein Dreiviertel hat auf Verständnis aufgebaut, gefühlt.

    Weiß nicht, wie das bei dir ist - musst du nur Zahlen und Fakten lernen oder Zusammenhänge erklären? Falls letzteres würde ich mal schauen, ob ich die Grundlagen verstanden habe und evtl. sogar mit der Praxis (also deiner Arbeit) verknüpfen kann. Und darauf kann man aufbauen.

    Ohne Grundwissen würde ich mir wohl auch nichts merken können. Also, falls es bei dir daran hapern sollte. Das weißt du allein natürlich am besten.

    Alles Gute für deine Prüfung


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