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  1. #31
    Veuve_Cliquot
    unregistriert
    Zitat Zitat von magixx Beitrag anzeigen
    Aktenzeichen XY wird um 20:15 Uhr gesendet und das sind wahre Fälle.
    Ich sehe da durchaus einen Unterschied. Bei AZ XY sind es immer noch nachgestellte Szenen, wo andere Menschen nicht real entwürdigend dargestellt werden, das ist das eine. Das andere ist, dass AZ XY nicht 90 bzw. 120 min am Stück zeigt, wie sich verschiedene Menschen selbst mit Drogen zudröhnen und dabei drüber reden, als sei es das normalste der Welt. Es ist ein reißerisches Format unter dem Deckmantel, aufklären zu wollen.

    Anders als die meisten hier (anscheinend) sehe ich auch nicht wirklich die abschreckende Wirkung, zumindest nicht für diejenigen, die wirklich gefährdet sind. Diejenigen, die in einer schwierigen, gefühlt verlorenen Situation stecken, werden sich von den coolen Sprüchen mit der "Der Staat ist an allem Schuld"-Attitüde evtl. noch eher angesprochen fühlen, zumal auch noch ein gefühlter Zusammenhalt ala Familienersatz suggeriert wird, der solchen Menschen fehlt.
    Geändert von Veuve_Cliquot (24-10-2019 um 13:17 Uhr)

  2. #32
    Bütterkenliebhaber Avatar von Finchen2062013
    Ort: Herzenswärme
    Zitat Zitat von Veuve_Cliquot Beitrag anzeigen
    Ich sehe da durchaus einen Unterschied. Bei AZ XY sind es immer noch nachgestellte Szenen, wo andere Menschen nicht real entwürdigend dargestellt werden, das ist das eine. Das andere ist, dass AZ XY nicht 90 bzw. 120 min am Stück zeigt, wie sich verschiedene Menschen selbst mit Drogen zudröhnen und dabei drüber reden, als sei es das normalste der Welt. Es ist ein reißerisches Format unter dem Deckmantel, aufklären zu wollen.

    Anders als die meisten hier (anscheinend) sehe ich auch nicht wirklich die abschreckende Wirkung, zumindest nicht für diejenigen, die wirklich gefährdet sind. Diejenigen, die in einer schwierigen, gefühlt verlorenen Situation stecken, werden sich von den coolen Sprüchen mit der "Der Staat ist an allem Schuld"-Attitüde evtl. noch eher angesprochen fühlen, zumal auch noch ein gefühlter Zusammenhalt ala Familienersatz suggeriert wird, der solchen Menschen fehlt.
    Aktenzeichen kann man hiermit überhaupt nicht vergleichen und ich habe gestern dann doch noch festgestellt, dass ich heute nicht gucken kann, aber werde morgen vielleicht nachgucken.

  3. #33
    Zitat Zitat von Veuve_Cliquot Beitrag anzeigen
    Anders als die meisten hier (anscheinend) sehe ich auch nicht wirklich die abschreckende Wirkung, zumindest nicht für diejenigen, die wirklich gefährdet sind. Diejenigen, die in einer schwierigen, gefühlt verlorenen Situation stecken, werden sich von den coolen Sprüchen mit der "Der Staat ist an allem Schuld"-Attitüde evtl. noch eher angesprochen fühlen, zumal auch noch ein gefühlter Zusammenhalt ala Familienersatz suggeriert wird, der solchen Menschen fehlt.
    Sehe ich genauso.
    Ich lese ab und zu mal im Land der Träume. Mir fällt sehr oft auf, dass viele Konsumenten berichten, erst durch Berichterstattung aufmerksam geworden zu sein.
    Es gab da auch mal eine Art Umfrage an Heroin-Konsumten, die ergab, dass ein beachtlicher Teil das erste Mal die Lust verspürte, Heroin zu probieren als sie Christiane F gelesen haben. Und ganz ehrlich: Mir ging es genauso. Für mich ist einzig und allein Aufklärung, weshalb ich noch nie Drogen konsumiert habe. Die erfolgt aber nicht durch das bloße Zeigen von Einzelschicksalen, schon gar nicht zur Primetime auf RTL2.

    Es gibt auch zwei recht große YT Kanäle, bei denen schwerst drogenabhängige, meist obdachlose Menschen befragt werden. Zu Beginn fand ich das noch interessant, weil alles sehr authentisch rüberkam. Aber dann habe ich zufällig erfahren, dass die Befragten Geld bekommen (ziemlich wenig sogar), und seitdem weiß ich nicht, ob das wirklich alles so freiwillig geschieht, wie es rüberkommt.
    Jemand, der unter Entzug leidet oder unter Drogeneinfluss steht (ist ja meistens ein Wechsel bei stark Abhängigen), kann doch gar nicht erfassen, welche Tragweite solche Aufnahmen haben.

    Über die Willkür von Subistutionsärzten, Hilfsangebote, negative Folgen des Konsums, Erfolgsgeschichten... zu berichten - alles gerechtfertigt. Aber wozu muss dann der Konsum dabei gezeigt werden? Die Information wird nicht weniger nur weil etwas nicht bildlich festgehalten wurde.

    Ich lese gerne mit, aber schau die Sendung nicht. Das geht echt zu weit!

    Kann gar nicht glauben, dass sowas öffentlich noch gar nicht angekreidet wurde. Leider haben Schwerstabhängige eine sehr schmale Lobby. Trotzdem sollten Verbände zur Drogenhilfe oder auch die Medienprüfstelle da mal einen Blick drauf werfen.

    Geht es in der Sendung nur um Drogen, oder wurde nur das bisher in diesem Thread thematisiert?

  4. #34
    Zitat Zitat von Stupselle Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich finde, man sollte es schon zeigen, ob RTL2 da der richtige ist, steht auf einem anderen Blatt.
    Das kommt noch hinzu. Wie gesagt ich hab es auch geschaut, aber RTL2 ist ja nun nicht gerade für wirklich seriöses TV bekannt.

    Zitat Zitat von gerdie Beitrag anzeigen

    Geht es in der Sendung nur um Drogen, oder wurde nur das bisher in diesem Thread thematisiert?
    Kiel und Leipzig waren nur Drogen und Alkohol.
    Bild:
    ausgeblendet


  5. #35
    ist nur zum meckern hier Avatar von Trellomfer
    Ort: Bedford Falls
    Was hatte der da am Bein?

    Eine nicht geflickte Schnittwunde? Das was der Volksmund "Offenes Bein" nennt? Oder was war das?
    Die in diesem Beitrag enthaltenen Schreibfehler sind gewollt, und dienen der allgemeinen Erheiterung

  6. #36
    Zitat Zitat von Finchen02062013 Beitrag anzeigen
    Stimmt! Für mich ist dass auch wie vor Mauern rennen, wenn ich so was sehe!
    Kannst die Leute aber auch nicht wegsperren. Wers will macht es. Drogen wirds leider immer geben.
    In der Ehre liegt Hoffnung. *Alaska State Trooper*

  7. #37
    Zitat Zitat von gerdie Beitrag anzeigen
    Sehe ich genauso.
    Ich lese ab und zu mal im Land der Träume. Mir fällt sehr oft auf, dass viele Konsumenten berichten, erst durch Berichterstattung aufmerksam geworden zu sein.
    Es gab da auch mal eine Art Umfrage an Heroin-Konsumten, die ergab, dass ein beachtlicher Teil das erste Mal die Lust verspürte, Heroin zu probieren als sie Christiane F gelesen haben.

    Kann ich bestätigen.
    In der Ehre liegt Hoffnung. *Alaska State Trooper*

  8. #38
    Träshi inkognito
    Ort: Münsterländer Exil
    ist mir unbegreiflich, ehrlich
    ...und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer...

  9. #39
    Zitat Zitat von Kekskuchen Beitrag anzeigen
    Sieht man dort auch das Spritzen von Rauschgift in die Halsschlagader in Nahaufnahme?
    Zitat Zitat von Finchen02062013 Beitrag anzeigen
    Nee aber da war was ähnliches verfremdet ich habe mich geschüttelt.
    Ich meinte mit "dort" deine Aussage über die BH Kiel und Frankfurt!

  10. #40
    Eine Bahnhofsszene ist doch nicht mit im TV gezeigten und im Internet abrufbaren Filmmaterial vergleichbar.

    Wer einem Drogenkonsumenten so nah auf die Pelle rückt um das zu sehen, was hier beschrieben wurde, hat ganz andere Probleme für die es eine eigene RTL2 Sendung bräuchte.

  11. #41
    Member Avatar von sheela
    Ort: Ostfriesland
    Ich finde die Reportage mal ausnahmsweise kein bisschen reißerisch, eher brutal realistisch. Ganz im Gegensatz zu den vielen Hartz4-Reportagen, wo dann z.T. auch noch gescriptet und noch Müll in Wohnungen gekippt wird. Das Elend von Suchtkranken wird genauso gezeigt, wie es ist. Es wird weder was beschönigt, noch dazu gedichtet.

    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" hab ich damals zigmal gelesen und auch den Film gesehen, der Film war genauso schonungslos. Mich hat das total abgeschreckt, für mein ganzes Leben. Bei dieser Reportage ist für mich kaum vorstellbar, dass Gefährdete sich dadurch animiert fühlen. Richtig übel wird mir eher, wenn Filme gezeigt werden, wo Drogen konsumiert oder gedealt werden und das ganze dann auch noch als coole Komödie gefeiert wird, wie dieser Film mit Moritz Bleibtreu, da sehe ich die Gefahr schon eher. Was soll potentiell Gefährdete denn durch so eine Reportage neugierig machen? Dass ihnen früh die Zähne ausfallen oder dass sie 30 Freier am Tag brauchen, um 600 Euro zu erwirtschaften? Da wird wohl kaum jemand denken, hey..cool, muss ich auch mal ausprobieren.


    Manche sehen das ja anders, aber mir taten die Menschen einfach nur furchtbar leid, suchtkrank sein ist einfach ganz schrecklich.
    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, sich dumm stellen zu können. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
    (Kurt Tucholsky)

  12. #42
    Veuve_Cliquot
    unregistriert
    @gerdie:

    Ich habe mich bei www.programmbeschwerde.de über das Format genau aus den Gründen, die Du auch anführst, beschwert. Das liegt jetzt bei der zuständigen Landesmedienanstalt zur Prüfung.

    Ich schaue die Sendung nicht. Die halbe Stunde, die ich gesehen habe, weil es um meine Stadt ging, hat mir gereicht.

  13. #43
    Bothwell Avatar von magixx
    Ort: Funky's Kittchen
    Die gestrige Sendung hat kaum angefangen da wurde gezeigt, wie gespritzt wurde. Nachher in den Hals (wurde zuvor mal gefragt).

    Erstaunlich, dass so viele Kinder haben.

  14. #44
    Zitat Zitat von gerdie Beitrag anzeigen
    ...
    Ich lese gerne mit, aber schau die Sendung nicht. Das geht echt zu weit! ...
    ja, so geht's mir auch hiermit
    Zitat Zitat von sheela Beitrag anzeigen
    ...
    "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" hab ich damals zigmal gelesen und auch den Film gesehen, der Film war genauso schonungslos. Mich hat das total abgeschreckt, für mein ganzes Leben. Bei dieser Reportage ist für mich kaum vorstellbar, dass Gefährdete sich dadurch animiert fühlen. ... Was soll potentiell Gefährdete denn durch so eine Reportage neugierig machen? Dass ihnen früh die Zähne ausfallen oder dass sie 30 Freier am Tag brauchen, um 600 Euro zu erwirtschaften? Da wird wohl kaum jemand denken, hey..cool, muss ich auch mal ausprobieren.
    Manche sehen das ja anders, aber mir taten die Menschen einfach nur furchtbar leid, suchtkrank sein ist einfach ganz schrecklich.

  15. #45
    Ich glaube, es geht garnicht so sehr darum, dass hier Suchtkranke in ihrem Alltag gezeigt werden (wobei ich mich schon frage, warum das gezeigt werden muss), sondern die Frage ist, in wie weit die Dargestellten überhaubt noch verstehen, was da von ihnen gezeigt wird.


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