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Ergebnis 76 bis 90 von 247
  1. #76
    Letztes Jahr hat es mir jemand sehr schön erklärt: Es gibt zwei Definitionen von Reichtum.

    Definition 1: Man ist reich, wenn man am Monatsende noch 100 Euro übrig hat.

    Definition 2: Man ist reich, wenn man sich um ein paar Millionen verrechnen kann, ohne es jemals zu bemerken.

  2. #77
    Zitat Zitat von Giftnudel Beitrag anzeigen
    Das ist das Verwirrende: Dass Jemand mit 3.500 € zu den 10% der Reichen gehören soll finde ich nach wie vor eigenartig. Darauf wäre ich niemals gekommen.
    Wenn man Millionäre und Milliardäre rausrechnet sinkt die Summe dementsprechend ?

  3. #78
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Das nennt man abgehoben. Man sieht einfach nicht mehr, wie gut es einem selbst geht und wie viel weniger gut es die anderen haben.
    Ist es denn ein gutes Niveau, wenn man mit diesem Nettogehalt schon zu den 10% Reichen zählt ? Sehe da die Lohnentwicklung nicht so positiv. Oder will man denen einreden, das sie doch einen immens hohen Lohn haben, das sie schon zu den Reichen gehören und sich doch nicht beschweren müssen, das die Löhne zu niedrig sind ? Oder wenn man dann einen immer niedrigeren Lohn hat, das man dann ja noch immer gut verdient, wenn man mit 3400 Euro schon reich ist. Man weiß es nicht, was man mit dieser Darstellung bezwecken möchte. Vielleicht sollen sie sich besser fühlen. "Reich" zu sein macht doch glücklich.
    Geändert von Manitu (15-11-2019 um 19:59 Uhr)
    Bild:
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  4. #79
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Ist es denn ein gutes Niveau, wenn man mit diesem Nettogehalt schon zu den 10% Reichen zählt ? Sehe da die Lohnentwicklung nicht so positiv. Oder will man denen einreden, das sie doch einen immens hohen Lohn haben, das sie schon zu den Reichen gehören und sich doch nicht beschweren müssen, das die Löhne zu niedrig sind ? Oder wenn man dann einen immer niedrigeren Lohn hat, das man dann ja noch immer gut verdient, wenn man mit 3400 Euro schon reich ist. Man weiß es nicht, was man mit dieser Darstellung bezwecken möchte. Vielleicht sollen sie sich besser fühlen. "Reich" zu sein macht doch glücklich.
    Das ist ja weniger eine Frage der Darstellung, als ein schlichter Fakt. Mich macht das supernachdenklich, wenn Du schreibst, dass man mit 3.400 Euro "schon" als reich gilt. So als wäre das wenig.

    Ist das denn wirklich nicht viel, wenn ein einzelner (sozialversicherter) Mensch 3.400 Euro zur Verfügung hat? Monat für Monat? Bloß für´s eigene Wohlbefinden? (Zur Erinnerung: bei einer vierköpfigen Familie sind es 7.000 netto).

    Ich frage mich: wenn eine Gesellschaft das nicht als viel und schon überhaupt gar nicht als "reich" empfindet - hat die nicht irgendwie das Maß verloren? Und wie will man so eine Gesellschaft dann überhaupt je zufrieden stellen?

    (In der unteren Hälfte sehe ich die Gehaltsskala anders. Gibt viel zu viele, die knappsen müssen. Aber nach oben scheint sie mir die Sache luxuriös genug.)

  5. #80
    Reich sein sollte man sich schon leisten können:


    Trotz Klimapaket : Strom wird noch teurer

    https://www.faz.net/aktuell/wirtscha...-16488437.html


  6. #81
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Das ist ja weniger eine Frage der Darstellung, als ein schlichter Fakt. Mich macht das supernachdenklich, wenn Du schreibst, dass man mit 3.400 Euro "schon" als reich gilt. So als wäre das wenig.

    Ist das denn wirklich nicht viel, wenn ein einzelner (sozialversicherter) Mensch 3.400 Euro zur Verfügung hat? Monat für Monat? Bloß für´s eigene Wohlbefinden? (Zur Erinnerung: bei einer vierköpfigen Familie sind es 7.000 netto).

    Ich frage mich: wenn eine Gesellschaft das nicht als viel und schon überhaupt gar nicht als "reich" empfindet - hat die nicht irgendwie das Maß verloren? Und wie will man so eine Gesellschaft dann überhaupt je zufrieden stellen?

    (In der unteren Hälfte sehe ich die Gehaltsskala anders. Gibt viel zu viele, die knappsen müssen. Aber nach oben scheint sie mir die Sache luxuriös genug.)
    Für mich sind 3400 Euro netto auch viel Geld, ich bin um einiges davon entfernt.
    Aber ich frage mich, was will man mit so einer Studie den Menschen sagen, wenn man mit 3400 Euro als Reich gilt. Was sind dann 2000 Euro oder 1500 Euro netto. Steht man da kurz davon als Reich zu gelten.
    Ich meine, kurz nach der Wende dachte ich mir, wenn du mal 2000 D- Mark hast, dann geht es dir echt gut, das war so ne Traumgrenze. Das sind 1000 Euro. Die habe ich längst überschritten, jetzt liegt sie bei 4000 D-Mark also 2000 Euro. Könnte man meinen, was ist das für eine phantastische Entwicklung. Jetzt bist nicht mehr weit entfernt davon als Reich zu gelten, also sei zufrieden. Aber in dem Zeitraum sind auch die Kosten, Miete, die Steuern etc. gestiegen. So dass es für viele schon als Hohn klingen muss, wenn man so eingeordnet wird. Und ein Millionär wird sich fragen, was bin ich dann Super, tuber Reich. Warum wollen die noch mehr Steuern von mir, wenn die doch alle auch guten Lohn haben.
    Ich kann mir vorstellen, das man in München mit 3400 Euro netto schon Probleme bekommen könnte, im Osten auf dem Land sicher nicht, aber sich dann gleich als Reich fühlen. hmm
    Wie gesagt man kann aus der Studie einiges herauslesen und interpretieren.

    Wir denken ja im Grund nicht so unterschiedlich, wir interpretieren das nur anders.
    Bild:
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  7. #82
    1st Präsident of the IOFF Avatar von Üfli
    Singles (!) mit ca. 73k Einkommen zahlen nur noch einen Teil des Solis, richtig? Das soll ca. 6,5% der bisherigen Zahler betreffen.

    Den vollen Soli soll nur weiter bezahlen, wer z.B. als Single mehr als 109k verdient? Das sind dann für Einkommen ab mindestens 109k ca. 3,5% der bisherigen Zahler.

    Diese 10% sind zusammen die reichste Einkommensgruppe in Deutschland. Da beißt die Maus doch keinen Faden ab. Unabhängig was wer als ab wann wie reich empfindet, die Einteilung "die reichsten 10% der Einkommen" ist keine Empfindung, sondern eine mathematische Größe. Von diesen 10% sollen 2/3 nur noch einen Teil des Soli weiterzahlen, und ca. 1/3 wie bisher den ganzen Soli.
    Okay, dazu kommt dann noch die Gruppe der "Zinserwerber".

    Deshalb verstehe ich diese ganze "Buäh, der sagt doch frecherweise, ich wäre reich"-Diskussion nicht. Es geht nicht darum, ob man reich ist, sondern ob man mit seinem Einkommen zu den höchsten 10% innerhalb der Gemeinschaft zählt.
    Reich fühlen ist sowieso eigentlich nicht erreichbar. Früher hätte ich unser jetziges Monatseinkommen als traumhaft empfunden, heute sehe ich es als ein "gutes" Einkommen an, mit dem man recht sorgenfrei leben kann. Mit jeder Steigerung und Mehrung sind natürlich auch die Wünsche und Ansprüche gestiegen. Mit Immobilienbesitz z.B. kommt natürlich neben dem Wunsch, es finanziert zu haben auch der Wunsch, Rücklagen zur Sicherung anzulegen, um eben diesen Standard auch abgesichert zu haben, und zack sieht man (sagen wir mal) 50k bis 100k Sparvermögen nicht mehr als supitupi an, sondern eher als grob ausreichend, wenn mal was am Haus passiert, wie Dachstuhl, Heizung oder plötzliche Anliegerkosten.

    Ich behaupte mal, wirklich reich sieht man sich erst ab einem Einkommen bzw. Vermögen, dass für die Mehrheit sowieso utopisch ist, und Dinge wie Hauskauf usw. unter kleineren Nebenausgaben laufen. Aber genaueres kann ich natürlich erst dazu sagen, wenn ich dort angekommen bin, dann werde ich selbstverständlich ein Update liefern.
    1st Präsident of the IOFF!
    Authentisch, kompetent, volksnah
    Jetzt auch mit Imagewechsel und in unsachlich!

  8. #83
    Zitat Zitat von Manitu Beitrag anzeigen
    Aber ich frage mich, was will man mit so einer Studie den Menschen sagen, wenn man mit 3400 Euro als Reich gilt. Was sind dann 2000 Euro oder 1500 Euro netto. Steht man da kurz davon als Reich zu gelten.
    Aber nein. Im Gegenteil. Mit 2000 netto liegst Du laut Liliths Link etwa in der Mitte und mit 1.500 gehörst Du zu den ärmsten 20%. Also zu den 20%, die einfach nicht in Ordnung sind.

    Und deswegen finde ich das auch so bedenklich, wenn wir glauben, 3.400 netto wäre doch ü-ber-haupt nicht reich. Es gibt sooooo viele, die mit 1.500 netto klarkommen (müssen) - und auch viele, die noch darunter liegen. Denen gegenüber finde ich es regelrecht arrogant zu behaupten, 2.000 Klimpergeld mehr im Moment, würde einen doch auf gar keinen Fall reich machen.

    Zitat Zitat von Üfli Beitrag anzeigen

    Ich behaupte mal, wirklich reich sieht man sich erst ab einem Einkommen bzw. Vermögen, dass für die Mehrheit sowieso utopisch ist, und Dinge wie Hauskauf usw. unter kleineren Nebenausgaben laufen. Aber genaueres kann ich natürlich erst dazu sagen, wenn ich dort angekommen bin, dann werde ich selbstverständlich ein Update liefern.
    Ich weiß, dass es anders ist. Weil ich Leute kenne. Kennen wir doch eigentlich alle. Überfluß sorgt null komma null dafür, sich als reich zu empfinden. Das ist ja die Geißel des Reichen - dass er besessen ist von der Angst, seinen Reichtum wieder zu verlieren. (Ich finde auch, dass viele Reiche geizig sind. Ärmere sind das fast nie. Aber das ist nur eine naive Alltagsbeobachtung aus meinem persönlichen Umfeld.)

  9. #84
    Zitat Zitat von Mieze Schindler Beitrag anzeigen
    Aber nein. Im Gegenteil. Mit 2000 netto liegst Du laut Liliths Link etwa in der Mitte und mit 1.500 gehörst Du zu den ärmsten 20%. Also zu den 20%, die einfach nicht in Ordnung sind.
    Schräg. Wenn von der weit auseinanderklaffenden Schere zwischen arm und reich gesprochen wird, war ich immer der Überzeugung, diese Schere wäre weitaus größer
    als 2.000 Euro im Monat.

    Und deswegen finde ich das auch so bedenklich, wenn wir glauben, 3.400 netto wäre doch ü-ber-haupt nicht reich.
    Es überrascht mich, dass man damit zu den Reichsten 10 % unseres Landes gehört, ja. Ich war mir sicher, da reden wir über ganz andere Dimensionen.
    Wie schon mehrfach geschrieben, 3.500,00 netto sind ein gutes Einkommen, ich war einfach nur der Meinung, dass man damit nicht zu den reichsten 10 % gehört. Nur das überrascht mich.

  10. #85
    Zitat Zitat von Tante Charlie Beitrag anzeigen

    Schräg. Wenn von der weit auseinanderklaffenden Schere zwischen arm und reich gesprochen wird, war ich immer der Überzeugung, diese Schere wäre weitaus größer
    als 2.000 Euro im Monat.



    Es überrascht mich, dass man damit zu den Reichsten 10 % unseres Landes gehört, ja. Ich war mir sicher, da reden wir über ganz andere Dimensionen.


    Wie schon mehrfach geschrieben, 3.500,00 netto sind ein gutes Einkommen, ich war einfach nur der Meinung, dass man damit nicht zu den reichsten 10 % gehört. Nur das überrascht mich.
    Genau so ging es mir auch.
    Geändert von Giftnudel (16-11-2019 um 19:25 Uhr)

  11. #86
    Vergesst doch wirklich mal das Wörtchen reich, das meist plakativ in Überschriften steht. Da hat man a) das ja auch viel relevantere Vermögen vor Augen und b) solche König Midas Vorstellungen.

    Es geht um Arbeitseinkommen und da gehörte man zuletzt mit den genannten Zahlen als Single zu den 10 Prozent Einkommensstärksten. Knapp, aber ja.

    Mich wundert ehrlich gesagt eher das Erstaunen. Diese Zahlen gibt es doch schon lange und sie werden auch schon lange diskutiert, sei es zu Lohnniveau oder Sozialpolitik.

    Siehe zB Armut in Deutschland von Georg Cremer (um mal einen Autor zu nennen, der nun nicht gerade dem linken Spektum zuzurechnen ist).
    Geändert von binnenschiffer (17-11-2019 um 11:42 Uhr)

  12. #87
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Diese Zahlen sagen v.a. eines aus, Deutschland ist nicht so reich, wie man denkt. Viele Menschen müssen mit sehr wenig Geld auskommen (Rente, ALGII, Niedriglohn).

    Was das Durchschnittseinkommen angeht, sind uns inzwischen einige europäische Länder wie z.B. Dänemark, Niederlande, UK um einiges voraus.
    https://de.statista.com/statistik/da...nst-in-der-eu/

    In der Tabelle sind die Bruttogehälter abgebildet. Da Deutschland zu den Ländern mit den höchsten Abzügen zählt, sieht es bei den Nettogehältern vermutlich noch drastischer aus.

    Und Deutschland kann von Glück reden, dass wir immer noch nicht in der prognostizierten Rezession sind, irgendwann wird sie aber kommen und darauf wurden wir von dieser Bundesregierung meiner Meinung nach nicht ausreichend vorbereitet.

    Zukunftstechnologien werden ausgebremst, es wird weiter auf rückständige Technologien gesetzt.

    Bei der Digitalisierung z.B. Mobilfunknetze und Internetversorgung gehört Deutschland inzwischen in Europa zu den Schlußlichtern.

    Bild:
    ausgeblendet

    https://www.chip.de/news/Europa-Verg...134468451.html

    Wir zehren im Moment noch von unserer Vergangenheit, aber für die Zukunft sind wir mMn nicht gut gerüstet, auch aufgrund der rückwärtsgerichteten, von Lobbyisten beeinflußten Politik und Regierung.

  13. #88
    Bei den Benennungen und Untergliederungen gibt es übrigens jede Menge Modelle, brutto und netto.

    Z.B. für Singles: 2640 bis 4400 Nettoeinkommen einkommensstarke Schicht, ab 4400 einkommensreiche Schicht. Vielleicht erleichtert das die Verortung.

    Ändert aber an den Prozentzahlen nicht so viel Dann halt oberes Segment E-Starke und Gesamtmenge E-Reiche ca. 10 Prozent.
    Geändert von binnenschiffer (17-11-2019 um 15:33 Uhr)

  14. #89
    semper fi
    Ort: Bielefeld
    Ist halt Statistik und daher wie üblich "variabel". So wie es halt grad passt, passen muss.

    Ich werd dann wohl, egal wie Sie es am Ende rechnen, weiter Soli zahlen.
    Käme ich daher auf den Gedanken ich sei "reich", würde der Gesellschafter meiner Firma wohl belustigt in seinen Champagner hüsteln. Während er sich Gedanken darüber macht, welches Boot er sich als nächstes bestellt.

    So Begrifflichkeiten wie "reich" sollte man m M n auch echt aus der öffentlichen Diskussion/Berichterstattung streichen.
    Ist fast immer nur irreführen und spaltet die Gesellschaft.

  15. #90
    Man muss sich einfach klar machen, dass da unterschiedliche Begrifflichkeiten und Definitionen aufeinanderstoßen. Und v.a. die tmit den Begriffen verbundenen Assoziationen.

    Gilt ja für das andere Ende der Skala genauso. Es gibt genug Leute, für die arm und Armut erst beim Armenhaus in Oliver Twist o Ä beginnt.


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