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Ergebnis 91 bis 105 von 207
  1. #91
    Zitat Zitat von DragonladyOne Beitrag anzeigen
    immer wenn ich lese:

    "sie wissen was ich möchte"

    dreht sich mir der Magen um. Ich weiß, jeder wird jetzt schreiben: aber doch nicht meine Familie
    das mag sein, aber ich hab es so oft mitbekommen, dass die Familien und Partner wußten, was jemand wollte und es dann doch nicht gemacht wurde.
    Genau. Deswegen festlegen. Auch die Patientenverfügung.
    In der Ehre liegt Hoffung. *Alaska State Trooper*

  2. #92
    Zitat Zitat von DragonladyOne Beitrag anzeigen
    und dagegen wehre ich mich. Klingt wie Achselzucken und "ist eben so"
    Nein, finde ich nicht. Woher nimmt sich jemand das Recht, das zu entscheiden?
    Ich sehe das ja genau so. Aber wehren kannst Du Dich zu Lebzeiten eben nur, wenn Du es notariell verfügst und einen Notar oder Rechtsanwalt bestellst, der sich um die Umsetzung Deiner Wünsche kümmert. Wenns drauf ankommt bist Du ja nicht mehr dabei weil tot.

    Zitat Zitat von dedeli Beitrag anzeigen
    Wenn die Hinterbliebenen allerdings was anderes wollen und dafür zahlen, würde ich darauf nicht zählen, außer es wäre notariell oder beim Rechtsanwalt abgesichert.
    Genau so. Und dann brauchst Du eben auch noch jemanden, der sich um die Umsetzung kümmert. Das nur schriftlich dort zu hinterlegen hilft nicht, wenn der Notar es den Angehörigen mitteilt und die das eben nur zur Kenntnis nehmen. Die Beauftragung/Bestellung muss so weit gehen, dass er auch für die Erfüllung sorgt.

  3. #93
    Stört mich nicht... Avatar von Null-Drei-Null
    Ort: Balkon mit Tee und Buch
    Zitat Zitat von dedeli Beitrag anzeigen
    Wenn die Hinterbliebenen allerdings was anderes wollen und dafür zahlen, würde ich darauf nicht zählen, außer es wäre notariell oder beim Rechtsanwalt abgesichert. Wenn wir eine Trauerfeier gewollt und bezahlt hätten oder auch irgendwas anderes, hätte das Bestattungsunternehmen das gemacht, obwohl meine Schwiegermutter alles vorher festgelegt und bezahlt hatte. Mein Mann hatte in einem ersten Impuls nachgefragt, ob eine Trauerfeier nicht doch möglich wäre, erst meinten sie, nein, das ist anders verfügt. Kurz darauf hatten sie angerufen und es wäre doch möglich gewesen. Wir hatten uns dann aber bereits entschieden, ihren Wunsch zu respektieren.
    Und - das wäre dann wie bei einem Testament - dann müsste man auch (am Besten noch zu Lebzeiten) eine Art Nachlassverwalter für die Beerdigung beauftragen.
    Erst dann könnte man relativ sicher sein, dass sich daran gehalten werden muss.

    (Bei einem Testament ist das auch erst mit Nachlassverwalter der Fall. Ansonsten könnten die Hinterbliebenen - wenn sie sich einig sind - machen, was sie wollen.)

    Edit: zu spät
    Auf dem Boden der Tatsachen, liegt eindeutig zu wenig Glitzer...

  4. #94
    Ich glaube, das heißt dann Vollstrecker.
    Der Testamentsvollstrecker sorgt dafür, dass dann alles so gemacht wird.
    Beim Notar waren so viele neue Begriffe, ich hoffe, ich habe das richtig im Kopf.
    Unsere Kinder nennen wir seitdem „Abkömmlinge“

    Beim nächsten Gespräch frag ich auch mal nach den Beerdigungssachen.

  5. #95
    Zitat Zitat von Suhami Beitrag anzeigen
    Man kann eine Bestattungsverfügung verfassen. Diese ist rechtlich bindend, soweit ich informiert bin.
    Genau, das ist rechtsverbindlich. Muß handgeschrieben sein, wie ein Testament und man kann (muß aber nicht) seine Unterschrift z.B. vom Hausarzt bstätigen lassen.

  6. #96
    Ich habe alles - Patientenverfügung, Testament und Generalvollmacht - mit Anfang 20 beim Notar festgelegt.
    Alle 3 - 4 Jahre unterschreibe ich es mit aktuellem Datum um damit zu zeigen, dass es noch aktuell ist.

    Die Abschrift liegt Zuhause, mein Vater hat eine weitere Fotokopie und weiß wo und an wen er sich im Fall, dass meinem Mann und mir was passiert, wenden muss.

    Ich empfinde es als fahrlässig sich nicht damit auseinander zu setzen.

  7. #97
    ..nur noch lieb Avatar von FrauSchatz
    Ort: mal hier, mal da
    Zitat Zitat von Suhami Beitrag anzeigen
    Ich mach es lieber noch mal als neuen Beitrag, weil das Edit doch etwas länger geworden ist:




    Edit: Sorry dedeli, "nicht seriös" ist irgendwie eine blöde Formulierung.

    Für mich stellt es sich so dar, dass da eben auch wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle gespielt haben. Wenn ich einen rechtlich bindenden Vertrag mit einem Unternehmen abschließe (und das hatte ich so verstanden, dass schon alles geregelt und bezahlt war), dann haben wir als Vertragspartner doch Pflichten.

    Ich verpflichte mich, für die vereinbarte Leistung zu zahlen und das Unternehmen verpflichtet sich, die vereinbarte Leistung zu erbringen.

    Da mal eben von abzuweichen finde ich aus ethischen Gründen schwierig, weil man eine Vertragsleistung zugesagt hat, aber sich nachträglich sehr flexibel in der Erbringung der Leistung zeigt.

    (Man stelle sich mal vor, das wäre bei einem stinknormalen Kauf- oder Dienstleistungsvertrag so. Und der Vertrag war ja nun wirksam mit der Vertragspartnerin abgeschlossen. Also, abgeschlossen. Ohne Optionen).

    Ich finde es aber auch aus....mir fällt kein vernünftiges Wort ein...Gründen nicht in Ordnung:

    Ich vertraue darauf, dass ein Unternehmen meine Wünsche erfüllt, gehe während der Verhandlung, bei und nach Abschluss des Vertrages davon aus, dass meine Wünsche respektiert werden - und es ist, sobald ich tot bin, nichts mehr wert?

    Wäre ich Bestatterin, würde ich die Wünsche meiner Kund*innen respektieren. Sie haben mir ihr Vertrauen geschenkt, die Dinge so zu regeln, wie sie es wünschen, und dann biete ich sofort eine neue, völlig andere Dienstleistung an, weil ich nun mit jemand anderem zu tun habe? Für mich fühlt sich das einfach nicht gut an.

    "Nicht seriös" ist da nicht passend. "Nicht gut" zu schwurbelig. Aber vielleicht verstehst du, was ich meine.
    Ich glaube, das was du meinst, ist kein richtiger Vertrag, sondern eher ein Angebot oder Kostenvoranschlag vom Bestattungsunternehmen.

    Ich habe sowas für Tantchen abgeschlossen. Da erstellt das Unternehmen eine Liste nach meinen Angaben mit den derzeitigen Preisen. Es wird z.B. gefragt, welches Holz der Sarg haben soll, ob Trauerkarten gedruckt werden sollen, Urne oder Erdbestattung und lauter solche Dinge. Am Schluß kommt Summe XY heraus. Sollte nun aber der Sterbefall eintreten und sich z.B. die Preise inzwischen gravierend erhöht haben, kann ich jeden Posten auf der Liste weglassen (sofern zulässig) oder ändern. Das eingezahlte Geld ist auch nicht beim Bestattungsunternehmen sondern liegt bei einer Treuhandgesellschaft.

  8. #98
    bissige popcornkrähe Avatar von kiki75
    Ort: schattige pinie
    meine mutter hatte 10 jahre vor ihrem tod ihre beerdigung geplant und bezahlt.
    sie wollte anonym beerdigt werden.
    als sie letztes jahr starb hatte unsere stadt inzwischen anonyme beerdigungen verboten oder abgeschafft, wie man es auch nennen will.
    also musste ich auch gegen ihren willen entscheiden.
    ich habe mich für einen friedwald ausserhalb unserer stadt entschieden, in dem sie anonym beerdgt wurde.
    ich hoffe es ist in ihrem sinne.
    Für bestimmte Menschen gehe ich bis ans Ende der Welt.
    Für Andere nicht mal ans Telefon.

  9. #99
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Zitat Zitat von Suhami Beitrag anzeigen
    Ich vertraue darauf, dass ein Unternehmen meine Wünsche erfüllt, gehe während der Verhandlung, bei und nach Abschluss des Vertrages davon aus, dass meine Wünsche respektiert werden - und es ist, sobald ich tot bin, nichts mehr wert?

    Wäre ich Bestatterin, würde ich die Wünsche meiner Kund*innen respektieren. Sie haben mir ihr Vertrauen geschenkt, die Dinge so zu regeln, wie sie es wünschen, und dann biete ich sofort eine neue, völlig andere Dienstleistung an, weil ich nun mit jemand anderem zu tun habe? Für mich fühlt sich das einfach nicht gut an.

    "Nicht seriös" ist da nicht passend. "Nicht gut" zu schwurbelig. Aber vielleicht verstehst du, was ich meine.
    Ich verstehe genau, was du meinst, wir fanden das ziemlich unseriös und definitiv nicht gut. Aber nach unserem Erlebnis würde ich definitiv nicht darauf vertrauen, dass das Bestattungsunternehmen auch tatsächlich an diesem Vertrag festhält, wenn die Angehörigen etwas anderes wollen und auch dafür bereit sind, zu bezahlen. Und genau deswegen habe ich das hier auch erzählt. Jeder, dem eine bestimmte Form seiner Bestattung wichtig ist, sollte nicht allein auf das Bestattungsunternehmen vertrauen, sondern das noch weiter absichern. Einige andere haben das hier inzwischen auch empfohlen.

    Bei ungewöhnlichen Regelungen wie z.B. keine Grabstätte, keine Trauerfeier, würde ich persönlich das sowieso meinen Angehörigen vorher mitteilen. Es ist nicht unbedingt einfach, das direkt nach dem Tod des geliebten Angehörigen zu erfahren, selbst wenn kein böser Wille (wie bei meiner Schwiegermutter) dahintersteht.

    Zitat Zitat von FrauSchatz Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das was du meinst, ist kein richtiger Vertrag, sondern eher ein Angebot oder Kostenvoranschlag vom Bestattungsunternehmen.
    Bei meiner Schwiegermutter war das definitiv ein "richtiger" Vertrag mit dem Bestattungsunternehmen und ihre Wünsche waren auch in einer Bestattungsverfügung schriftlich fixiert, Preiserhöhungen waren mit einer Sterbeversicherung abgedeckt. Wir hatten uns die ganzen Unterlagen danach nochmal angeschaut. Trotzdem hätte sich das Bestattungsunternehmen nicht daran gehalten, wenn wir als nächste Angehörige etwas anderes gewollt hätten und die Kosten dafür übernommen hätten. Zuerst hatten sie ja noch gesagt, dass das so verfügt ist und keine Änderung möglich ist und kurz drauf haben sie angerufen und wir hätten ändern können. Vielleicht war das bei uns auch ein Einzelfall, aber irgendwie glaube ich nicht daran. Bestattungsunternehmen sind wirtschaftliche Unternehmen. Einen Kläger, wenn sie sich nicht daran halten, gibt es dann auch nicht mehr, der ist schließlich tot.

  10. #100
    Grösstenteils harmlos Avatar von Sugarmagnolia
    Ort: Hauptstadt
    Man möge mich ins Meer oder ein fliessendes Gewässer streuen.

    Und es soll bitte "Brokedown Palace" von den Grateful Dead gespielt werden.



    Alles andere is mir schnurz.

  11. #101
    Stubenrocker Avatar von rosita
    Ort: zu Hause
    Friedwald fände ich auch toll, aber ich hätte Angst, dass ich dann da mit unangenehmen Leuten liege
    Harvey To Help!

  12. #102
    ich sach ma so..... Avatar von Flurfunk
    Ort: Kaffeeküche
    Das sind genau meine Gedanken :-)

    zitieren vergessen

    Ich würde am liebsten tot am Mittelmeer umkippen. Irgendwo, wo keiner hin kommt und ich in Ruhe vermodern kann, mit den Füßen in den Wellen. Verbrannt werden finde ich gruselig, im Sarg liegen beängstigend und Friedwald graust mir wegen Zecken. Ich werde eine schwierige Tote... UschivonBayern
    Geändert von Flurfunk (11-11-2019 um 12:45 Uhr)
    "Man selbst ist ja leider perfekt. Der Einzige, der sich benehmen kann. Und sonderbarerweise ärgert genau das die anderen..."(Mikael Niemi)

  13. #103
    Stubenrocker Avatar von rosita
    Ort: zu Hause
    Hier kann man einen Baum für sich haben, aber dafür muss dann auch die 5 oder 7 Plätze (weiß nicht mehr genau) bezahlen. Muss man dann später mal durchrechnen. Sonst nehm ich auch ein einzelnes Urnengrab.
    Harvey To Help!

  14. #104
    Stubenrocker Avatar von rosita
    Ort: zu Hause
    Verstreuen fänd ich auch gut, aber ich war noch nie in Bremen
    Harvey To Help!

  15. #105
    vom Blitz getroffen Avatar von BlackGirl
    Ort: Kölle
    Die Bestattung an sich ist mir egal, Hauptsache ich werd verbrannt. Ich werd aber, aus Gründen, demnächst ein Ordner mit Dingen wie Patientenverfügung, Organspendeausweis, Konten, Abos und Passwörter für den digitalen Nachlass zusammenstellen.


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