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  1. #3481
    Es gibt 2000er Vitamin D frei verkäuflich bei DM, das wird wohl Gründe haben.
    In Europa werden bis zu 4000, in den USA 10.000 täglich für unbedenklich gehalten.
    https://www.gesundheitsamt.bremen.de..._im_alter-4171

  2. #3482
    xxx Avatar von Kosel
    Ort: before I sleep
    Zitat Zitat von dracena Beitrag anzeigen
    Willkommen im postfaktischen Zeitalter.
    Was zählen Fakten, wenn man auch ne Meinung haben kann.
    Liebe Frau Mod,
    aus den Zahlen leiten sich wissenschaftlich fundierte Meinungen ab.
    Und die müssen diskutiert werden.
    Der nackte Messwert sagt gar nichts aus, wenn die Biologie der Kern der Betrachtung ist.
    "If I owned Texas and Hell, I'd rent out Texas and live in Hell."

    - Phillip H. Sheridan

  3. #3483
    ich mache mir Mega Sorgen um Leute in Pflege/Alten Heimen

  4. #3484
    Fußballpythia Avatar von Jaspis I.O.F.F. Team
    Ort: Doatmund
    Zitat Zitat von Elaine Beitrag anzeigen
    Ich bin großer Verfechter von beiden zusammen. Jammerschade, dass in deinem Zeitalter nur eins geht. Ich hatte dich bisher komplexer in Erinnerung.
    Meinung ist nicht gleich Wissen.

    Du darfst meinen, was immer du möchtest. Es steht dir frei. Aber erst, wenn du deine Meinung nachvollziehbar, d. h. mit Fakten belegen kannst, weißt du etwas.
    Aktuelle Informationen zu Covid-19 (Coronavirus)
    https://www.ioff.de/showthread.php?4...1#post48887761


    "There is no glory in prevention." Christian Drosten, 12.03.2020

  5. #3485
    xxx Avatar von Kosel
    Ort: before I sleep
    Zitat Zitat von Jaspis Beitrag anzeigen
    Meinung ist nicht gleich Wissen.

    Du darfst meinen, was immer du möchtest. Es steht dir frei. Aber erst, wenn du deine Meinung nachvollziehbar, d. h. mit Fakten belegen kannst, weißt du etwas.
    Ich bestehe auf meine wissenschaftliche Meinungsfreiheit. Fakten gibt es so gesehen nicht in den Naturwissenschaften. Es gibt Messwerte und deren Auswertung. Auswertung ist Meinung.
    "If I owned Texas and Hell, I'd rent out Texas and live in Hell."

    - Phillip H. Sheridan

  6. #3486
    Puh, nicht einfach, alles nachzulesen... Ich hänge hinterher...


    Zitat Zitat von pepperanne Beitrag anzeigen
    Ich habe bei meinem selbsauferlegtem Hausarrest (ich habe eine Bronchitis) sehr viel ferngesehen. Dabei habe ich festgestellt, dass es mir mittlerweile seltsam vorkommt, wenn ich Aufzeichnungen, Mediathek oder schlicht Wiederholungen von zum Beispiel Talkrunden oder Spielshows sehe, wenn Leute dicht nebeneinander sitzten.
    Ähnliches Bild - früher im Presseclub wurde sonntagsmorgens ein Schoppen getrunken und geraucht - heute gibt es eine Schaltung in das heimische Wohnzimmer des Mitdiskutanten.

    Wenn wir uns alle an einen Abstand bei allen gewöhnt haben, dann können wir eventuell mal wieder zu einem Näherbeieinandersein kommen, das kann aber noch mindestens einen Monat dauern.

    Mich machen die derzeitigen Zustände auch nicht gerade fröhlich, aber ich versuche mit meinem Verstand mir klar zu machen, dass es meine Pflicht und Schuldigkeit den Menschen, die hier leben genüber ist, mal meine Belange etwas nach hinten zustellen.
    Mit den bis jetzt hier (NRW) getroffenen Maßnahmen kann ich mich derzeit gut einrichten und fühle mich nict in meinen Rechten beschnitten.
    Finde ich eine gute Einstellung.

    Wir jammern doch hier alle auf verdammt hohem Niveau. Was sollen Menschen sagen, die keine Wohnung haben? Was sollen die Flüchtlinge, die Armen, die Kranken, die Menschen in den Favelas oder sonstigen Armenvierteln der Welt sagen?

    Und da regen wir uns auf, weil wir mal ein paar Wochen mit unserem Hintern auf dem Sofa bleiben oder den Wohnblock umkreisen sollen? Was für Luxusprobleme.



    Zitat Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
    Nur macht die Regel keinen Sinn. Es geht also nicht mehr um die Reduzierung der Ansteckungsgefahr sondern um die möglichst kritiklose und folgsame Einhaltung der Regel.
    So ein Quatsch. Es geht darum, dass viele erfahrungsgemäß natürlich zu den besonders schönen, oft touristisch interessanten Punkten kommen - und da werden es dann ganz schnell wieder zu viele.


    Zitat Zitat von kruse2570 Beitrag anzeigen
    "Wohnortnah" ist keine Schikane, sondern soll Ansteckungsgefahr reduzieren, indem du möglichst wenigen Menschen begegnest.
    So sieht's aus.


    Zitat Zitat von Lieb-Ellchen Beitrag anzeigen
    Interessanter Aspekt. Aber auf mich wirkt das eher bedrohlich. Wir machen Gesetze um der Polizei die Handhabung also deren Kontrolle zu erleichtern?
    Nein, die Gesetze werden zu dem jeweils angegebenen Gesetzeszweck gemacht. Sie sind allerdings wertlos, wenn ihre Einhaltung nicht sichergestellt werden kann. Und da die Ordnungsbehörden nicht jeden einzelnen Mitbürger auf seine Einsichtsfähigkeit, Vernunft oder sonstige geistige Verfassung gründlich testen kann, muss die Kontrolle solch wichtiger Beschränkungen zum Schutz von Leib und Leben zigtausender Menschen einfach handhabbar bleiben. Und das heißt dann eben: Die Ampel ist für alle auf Rot - auch wenn's gerade Mitternacht ist und niemand weit und breit.

    Komisch, dass das im Straßenverkehr überall als selbstverständlich hingenommen wird, aber bei Corona nicht. Wenn ich nächtens irgendwo herumfahre, wo kein Mensch und kein Auto sonst unterwegs ist, halte ich doch auch vor einer roten Ampel. Wegen der (in diesem Moment nur abstrakten) Gefahr, sonst mit einem anderen zu kollidieren. Da wird doch auch keine situationsabhängige Einzelfallentscheidung von der Polizei verlangt.

    Und das ist bei den Ausgangsbeschränkungen ganz genau so.


    Zitat Zitat von ofra Beitrag anzeigen
    Ich habe mal eine Frage. Meine Partnerin muss demnächst berufsbedingt in einen anderen Ort innerhalb Sachsens pendeln. Sie hat vom AG einen "Passierschein" bekommen. Allerdings besitzt sie keinen Führerschein und möchte derzeit den ÖPNV aus bekannten Gründen vermeiden.

    Ich möchte sie gern fahren, bekomme aber von ihrem AG keinen "Passierschein", da ich keine Mitarbeiterin bin.

    Ich habe mir ihren "Passierschein" sowie Ausweis (aus dem hervorgeht, dass wir in einer gemeinsamen Whg. leben) kopiert.

    Dürften diese Dokumente ausreichen, um eine Ausnahme der Aufenthaltsbeschränkung bei einer evtl. Kontrolle glaubhaft zu machen? Ich fahre sie auch nicht täglich; bringe sie am Mo zur Arbeit und hole sie am Fr wieder ab. In der Woche bleibt sie dort.
    Zitat Zitat von ofra Beitrag anzeigen
    Ich schreibe gerade eine entsprechende Anfrage. Problem ist, dass ich Mitglied einer Risikogruppe bin. Da würde ich sie halt lieber fahren und das Infektionsrisiko im ÖPNV ausschließen.
    Das ist doch eine sehr wichtige und richtige Begründung. ich würde direkt bei der Polizei oder beim Landkreis/bei der Stadt anfragen und das Thema mit denen klären. Ich möchte wetten, in einem solchen Fall wird Euch das erlaubt.



    Zitat Zitat von cookie_monster Beitrag anzeigen
    Ist das jetzt nicht ein bisschen "egoistisch" (mir fällt kein besseres Wort ein)? Altenpflege war schon vor Corona kein einfacher Job. Aber können wir von den Pflegekräften automatisch erwarten, dass alle bis zum Umfallen und über jegliche Schmerzgrenze hinweg ihren Job weitermachen? Ich als Mensch, der im sicheren Homeoffice sitzt, möchte mir das nicht anmaßen. Ich ziehe meinen Hut vor allen Menschen, die momentan an vorderster Front stehen und das bis zum Schluß durchhalten. Aber ich würde von niemanden erwarten, dass er/sie das bis hin zur Selbstaufgabe betreibt.
    Oh, meinen Hut ziehe ich auch vor allen Pflegekräften, Ärzten und all den anderen, die sich um ihre Mitmenschen bemühen. Aber ich sehe das ähnlich wie beim hippokratischen Eid eines Arztes: Wenn man einen solchen Beruf ergreift, hat man aus meiner Sicht schon so etwas wie eine moralische Verpflichtung (oder vielleicht eher nur einen entsprechenden Anspruch an sich selbst), in einer Zeit des größten Bedarfs weder seine Patienten noch seine Kollegen im Stich zu lassen.

    Natürlich sollte es gar nicht notwendig sein, dabei bis zur Selbstaufgabe zu gehen. Aber je mehr Menschen in diesen Berufen so entscheiden wie Amy_Z, desto mehr werden die übrigen überfordert. Und das finde ich auch nicht fair.

    Ich habe ja auch nur geschrieben, dass mich das enttäuscht. Ich darf doch sicher so empfinden, oder?

  7. #3487
    Zitat Zitat von SnakeX Beitrag anzeigen
    woher weiß er wie lange die Viren schon auf den Gegenständen waren, von denen er die Proben genommen hat?
    woher weiß er, dass die Viren nicht über mehrere Umwege auf die Gegenstände kamen, zB. über 2 oder 3 "Zwischenstationen" und damit von mal zu mal die Virenmenge weniger wurde?
    der kommt in irgendeine Bude, macht ein paar Abstriche von Türgriffen, findet nur noch totes Zeug und sagt, alles halb so wild?
    ich hoffe das es nicht so war, aber mittlerweile muss man damit rechnen.
    kann man da irgendwo was drüber lesen wie er da vorgegangen ist?
    Normalerweise könnte man doch etwas Hoffnung schöpfen, wenn man erfährt, dass eine Ansteckung über Gegenstände eher unwahrscheinlich ist. Aber ich glaube, das passt nicht so in das Weltbild, das man sich so geschaffen hat. Ich schreibe noch nicht lange hier zu dem Thema. Aber schon in der Zeit gab es hier Links von Ansteckungsszenarien, die irgendwelche Forscher herausgefunden zu haben glaubten. Oder es gibt Spätfolgenszenarien. Dann gab schon angeblich infizierte Tiere. Meist reicht so etwas für mehrere Seiten Panik.

    Nein, ich würde selbst, wenn mich Streeck voll überzeugen würde, nicht unvorsichtiger werden. Wer das so versteht, macht halt immer das, was der letzte im gerade eingetrichtert hat. Bis halt der nächste den ersetzt.
    Aber es ist wichtig, dass vor allem die Politik mehr fachliche Informationen bekommt um die Maßnahmen vor allem nach den Wahrscheinlichkeiten der Ansteckung auszurichten. Um vor allem die richtige Balance zwischen den medizinischen Notwendigkeiten und den wirtschaftlichen Folgen zu finden.

    Ich denke, jemand der noch spät abends Lanz anschaut, sollte das auch so verstehen.

  8. #3488
    Ich komme in Frieden. Auf ewig! Avatar von dracena I.O.F.F. Team
    Ort: Mördergrube
    Zitat Zitat von Elaine Beitrag anzeigen
    Ich bin großer Verfechter von beiden zusammen. Jammerschade, dass in deinem Zeitalter nur eins geht. Ich hatte dich bisher komplexer in Erinnerung.
    Das postfaktische ist offenkundig dein Zeitalter. Darin kannst du gerne Meinung und Fakten gleichberechtigt nebeneinander stehen lassen und das für Komplexität halten.
    Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen - vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir.
    (Mark Twain)

    http://www.terre-des-femmes.de/

  9. #3489
    Zitat Zitat von Jaspis Beitrag anzeigen
    Meinung ist nicht gleich Wissen.

    Du darfst meinen, was immer du möchtest. Es steht dir frei. Aber erst, wenn du deine Meinung nachvollziehbar, d. h. mit Fakten belegen kannst, weißt du etwas.
    Nein. Ein Fakt ist ein Fakt und eine Meinung ist eine Meinung. Auch eine mit Fakten durchsetzte Meinung bleibt eine Meinung, auch wenn sie plausibel ist.

    Das ist ja gerade der Ursprung dieser Diskussion. Die Virologen verbreiten alle dieselben wissenschaftlichen Fakten, wie ich es bisher mitbekommen habe, aber ihre Schlussfolgerungen sind unterschiedlich, nachvollziehbar, aber dennoch subjektiv: Meinungen.
    Das ist mein Tanzbereich - das ist dein Tanzbereich.

  10. #3490
    Natürlich sollte man die eindeutigen Regeln befolgen, ohne Wenn und Aber. Dort wo (z.T. bewusst) Grauzonen belassen wurden, hilft es aber, den gesunden Menschenverstand einzuschalten, eigenverantwortlich zu handeln und auch den Mitmenschen etwas Vertrauen entgegenzubringen. Statt sich im vorauseilenden Gehorsam zu überbieten bzw. tausend zusätzliche ‚Bescheinigungen‘ einzuholen. Behörden haben z.T. auch Wichtigeres zu tun.

    Ich sehe z.B. beim besten Willen kein Grund, warum man nicht seine (führerscheinlose) Frau/Mann/Kind mal zur Arbeit oder zum Arzt fahren sollte, ggf. auch über Landkreisgrenzen hinaus. Verglichen mit dem Risiken, die die Nutzung anderer Verkehrsmittel beinhalten, durchaus vernünftig, auch im Sinne derer, die die in Anspruch nehmen müssen. Vorausgesetzt man bleibt im Auto und nutzt das nicht zum Sightseeing o.Ä. Ich habe persönlich da auch noch keinerlei Probleme erlebt, und das im eher restriktiven Sachsen.

    Ggf. jetzt wieder das Argument: ja, du verhältst dich vielleicht bei diesem und jenem vernünftig, aber andere werden das nicht tun. Aber wo will man da anfangen und aufhören. Demnächst das heimische Internet kappen, weil einige immer noch exzessiv streamen?

    Und nebenbei bemerkt: Man sollte auch nicht unbedingt alles machen, was erlaubt ist. Auch hier wäre es hilfreich, Gehirn und Rücksichtnahme einzuschalten.

    Beispiel aus meinem geliebten ländlichen Sachsen: im Privatgarten stundenlang mit der Säge hantieren, was Leute, die zuhause bleiben bzw. zuhause arbeiten müssen, langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Muss nicht sein.
    Geändert von binnenschiffer (01-04-2020 um 13:41 Uhr)

  11. #3491
    .
    Geändert von binnenschiffer (01-04-2020 um 13:39 Uhr) Grund: doppelt

  12. #3492
    Top-Fangirl Avatar von dedeli I.O.F.F. Team
    Ort: München
    Zitat Zitat von mk431 Beitrag anzeigen
    Nein, die geheilten Fälle sind dort nicht mit drin.
    Hier findet man bei den Landkreisen/Städten auch die Zahl der geheilten Fälle, wenn man in der Karte mit der Maus über den jeweiligen Kreis/Stadt fährt: https://interaktiv.tagesspiegel.de/l...nd-landkreise/
    Wobei die Zahl der geheilten Fälle absolut unvollständig ist, in Deutschland gibt es keine Meldepflicht zu geheilten Fällen. Daher kann man davon ausgehen, dass die Mehrheit der vor ein paar Wochen Infizierten (insbesondere die mit keinen oder milden Symptomen) inzwischen nicht mehr ansteckend sind.

  13. #3493
    @ Binnenschiffer

    In Sachsen hast du ja das Prinzip des zu-schnell-Fahrens. Du kannst es, aber wenn du geblitzt wirst, wirst du ab heute zahlen, wenn du dich außerhalb der Anordnung befindest.

  14. #3494
    Under the Fuchtel Avatar von RAPtile
    Ort: BY
    Zitat Zitat von Kosel Beitrag anzeigen
    Ich bestehe auf meine wissenschaftliche Meinungsfreiheit. Fakten gibt es so gesehen nicht in den Naturwissenschaften. Es gibt Messwerte und deren Auswertung. Auswertung ist Meinung.
    Das setzt aber Kenntnis in Umgang und Methodik vorraus.

    Ohne eines der beiden bleibt es hohles Geblubber.

    Es steht ansonsten jedem frei zu glauben die Erde sei eine Scheibe und der Mittelpunkt des Universums. Das ist dann eben Meinung. Hieß früher "Strohdoof", aber das darfst du aus PC-Gründen nicht mehr sagen.
    Fick mich, wenn ich mich irre, aber wollten wir nicht knutschen?

  15. #3495
    Zitat Chatte03

    Nein, die Gesetze werden zu dem jeweils angegebenen Gesetzeszweck gemacht. Sie sind allerdings wertlos, wenn ihre Einhaltung nicht sichergestellt werden kann. Und da die Ordnungsbehörden nicht jeden einzelnen Mitbürger auf seine Einsichtsfähigkeit, Vernunft oder sonstige geistige Verfassung gründlich testen kann, muss die Kontrolle solch wichtiger Beschränkungen zum Schutz von Leib und Leben zigtausender Menschen einfach handhabbar bleiben. Und das heißt dann eben: Die Ampel ist für alle auf Rot - auch wenn's gerade Mitternacht ist und niemand weit und breit.

    Komisch, dass das im Straßenverkehr überall als selbstverständlich hingenommen wird, aber bei Corona nicht. Wenn ich nächtens irgendwo herumfahre, wo kein Mensch und kein Auto sonst unterwegs ist, halte ich doch auch vor einer roten Ampel. Wegen der (in diesem Moment nur abstrakten) Gefahr, sonst mit einem anderen zu kollidieren. Da wird doch auch keine situationsabhängige Einzelfallentscheidung von der Polizei verlangt.

    Und das ist bei den Ausgangsbeschränkungen ganz genau so
    Wenn man die Ampel nachts anlässt, nur um es der Polizei zu erleichtern, hierfür Bußgelder zu kassieren, dann würde das genau meine These stützen. Aber die Ampeln bleiben i.d.R. aus guten Gründen an.

    Natürlich muss ich Gesetze kontrollieren und angemessene Bestrafungen für Übertretungen aussprechen. Aber darum ging es eben nicht sondern um eine möglichst einfache Handhabung der Kontrollen. Die Reihenfolge war das, um was es ging.

    In Mönchengladbach gibt es wohl ziemlich viele Kreuzungen an denen Rotsünder und Tempolimit gleichzeitig serienweise überprüft werden. Dagegen habe ich nichts. Aber wenn die Zeitung stolz von den hohen Einnahmen für die Stadt schreibt, dann frage ich mich, ob der Sinn nicht verfehlt würde. Denn am besten wäre doch, es gäbe gar keine Einnahmen. So wegen Verkehrssicherheit und so. Aber geht's darum noch?


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