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Ergebnis 46 bis 60 von 313
  1. #46
    Ich denke, dass es viele gibt, die nicht wirklich ein Interesse daran haben, sich wissentlich ins Fadenkreuz des Gesundheitsamtes zu bringen. Mit allem, was daran hängt. Ist ja nicht so, dass man dann einfach mal easy peasy zwei Wochen blau macht bei Lohnfortzahlung.


  2. #47
    Das Gesundheitsamt bekommt davon nichts mit. Wenn die App dir sagt, du hattest Kontakt zu einem Infizierten, wird das nicht gemeldet und nirgendwo außerhalb deines Smartphones liegt diese Information. So ist das Konzept.

    Das geht in etwa so: Der Server schickt deinem Phone regelmäßig eine Liste infizierter IDs. Dein Phones hat sich alle Kontakt-IDs gemerkt und vergleicht das und gibt ggf. Alarm. Die ID, die du permanent versendest, wird regelmäßig lokal bei dir geändert. Wenn sich jemand als infiziert meldet, werden alle deine IDs an den Server gemeldet.

    Diese Art App ist also relativ stumpf gegenüber dem chinesischen Big Brother-System mit zentraler Datenbank, GPS-Ortung und App-Zwang.

  3. #48
    Gut, also was geschieht?
    Mein telefon meldet sich mit der tatsache, dass ich innerhalb der letzten tage in relevantem kontakt mit einem positiv verifizierten infiziertem war.
    Und nun? Ich kann das meinem arbeitgeber mitteilen, aber mittlerweile habe ich den eindruck, dass die geduld und akzeptanz nachlässt. Meine erfahrung (2 monate alt) sagt, dass der arbeitgeber sich auf die vorgabe des Gesundheitsamtes verlässt, also dort nachfragen.
    Wie gehen die ämter mit den „app-empfohlenen“ um? Schicken die einen zum testen? Oder empfehlen sie einen test, der zumindest vor zwei monaten noch selbst getragen werden musste...
    Eigenverantwortlich in selbst auferlegte Quarantäne begeben wird irgendwann stress mit dem arbeitgeber geben.

    Also warte ich, halte eher mehr abstand, ob Bzw bis ich symptome habe und melde mich erst dann, war aber bis dahin womöglich schon spreader...

    Klingt alles eher unbefriedigend...

  4. #49
    Zitat Zitat von Labersack Beitrag anzeigen
    Das Gesundheitsamt bekommt davon nichts mit. Wenn die App dir sagt, du hattest Kontakt zu einem Infizierten, wird das nicht gemeldet und nirgendwo außerhalb deines Smartphones liegt diese Information. So ist das Konzept.
    Nein, die App meldet es nicht. Aber wenn man die Information über einen relevanten Kontakt durch die App erhält, stellt einen das ja schon in einen erheblichen Gewissenskonflikt, wie man mit dieser Information umgeht.

  5. #50
    noch ein so nen thread und ich baller dir eine :D Avatar von ruru I.O.F.F. Team
    Zitat Zitat von Will.Hunting Beitrag anzeigen
    Nein, die App meldet es nicht. Aber wenn man die Information über einen relevanten Kontakt durch die App erhält, stellt einen das ja schon in einen erheblichen Gewissenskonflikt, wie man mit dieser Information umgeht.
    Aber vor diesem Konflikt stehst du doch eh, auch wenn dich zB ein Bekannter anruft und mitteilt, er ist positiv.
    Es geht doch nicht um Kurzkontakte und wenn man sich länger als 15 Minuten in unmittelbarer Nähe aufhält, ist es nach allgemeiner Lebenserfahrung jetzt keine unbekannte Person.
    Andererseits erleichtert es dir, wenn du denn positiv bist, die Kontaktaufnahme und Info, ohne sich das Gehirn zermatten zu müssen, wem man jetzt alles begegnet ist.
    Ich hätte da nen größeren Gewissenskonflikt jemanden zu vergessen, der dann unwissentlich die Oma besucht, als dass mein Arbeitgeber mich halt zwei Wochen ins HomeOffice beordert oder halt so bezahlen muss.

  6. #51
    noch ein so nen thread und ich baller dir eine :D Avatar von ruru I.O.F.F. Team
    Zitat Zitat von tanakin Beitrag anzeigen
    Gut, also was geschieht?
    Mein telefon meldet sich mit der tatsache, dass ich innerhalb der letzten tage in relevantem kontakt mit einem positiv verifizierten infiziertem war.
    Und nun? Ich kann das meinem arbeitgeber mitteilen, aber mittlerweile habe ich den eindruck, dass die geduld und akzeptanz nachlässt. Meine erfahrung (2 monate alt) sagt, dass der arbeitgeber sich auf die vorgabe des Gesundheitsamtes verlässt, also dort nachfragen.
    Wie gehen die ämter mit den „app-empfohlenen“ um? Schicken die einen zum testen? Oder empfehlen sie einen test, der zumindest vor zwei monaten noch selbst getragen werden musste...
    Eigenverantwortlich in selbst auferlegte Quarantäne begeben wird irgendwann stress mit dem arbeitgeber geben.

    Also warte ich, halte eher mehr abstand, ob Bzw bis ich symptome habe und melde mich erst dann, war aber bis dahin womöglich schon spreader...

    Klingt alles eher unbefriedigend...
    Wieso gehst du damit als erstes zu deinem Arbeitgeber?
    Gehst du mit allen gesundheitlichen Befindlichkeiten erst dort hin und der entscheidet dann, ob du zum Arzt gehst?

    Die App sagt dir „Achtung, Kontakt“, du meldest das deinem Arzt, der die Testung veranlasst (das geht inzwischen ziemlich gut, nicht wie noch Anfang März) und dann erst ist gegebenenfalls dein Arbeitgeber zu informieren.

  7. #52
    Zitat Zitat von ruru Beitrag anzeigen
    Wieso gehst du damit als erstes zu deinem Arbeitgeber?
    Gehst du mit allen gesundheitlichen Befindlichkeiten erst dort hin und der entscheidet dann, ob du zum Arzt gehst?

    Die App sagt dir „Achtung, Kontakt“, du meldest das deinem Arzt, der die Testung veranlasst (das geht inzwischen ziemlich gut, nicht wie noch Anfang März) und dann erst ist gegebenenfalls dein Arbeitgeber zu informieren.
    Genau dabei habe ich Bedenken,ob das jeder Arzt genau so macht und ob nicht wieder einige ihr eigenes Süppchen kochen werden.
    Ich fände daher eine Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt besser,aber das ist nur meine Meinung.
    "Sich über andere zu ärgern ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass der andere davon stirbt."
    - Buddha

  8. #53
    Zitat Zitat von ruru Beitrag anzeigen
    Wieso gehst du damit als erstes zu deinem Arbeitgeber?
    Gehst du mit allen gesundheitlichen Befindlichkeiten erst dort hin und der entscheidet dann, ob du zum Arzt gehst?

    Die App sagt dir „Achtung, Kontakt“, du meldest das deinem Arzt, der die Testung veranlasst (das geht inzwischen ziemlich gut, nicht wie noch Anfang März) und dann erst ist gegebenenfalls dein Arbeitgeber zu informieren.
    Ich bin der meinung, auch wenn es extremst unpopulär ist und viele, mich eingeschlossen, aufregen wird, dass der einzig wirklich gangbare weg ist, diese „entscheidung“, einen möglichen Kontakt abzuwägen, jedem einzelnen abzunehmen...

    Ich finde zb nichts dazu, wie diese „achtung, kontakt“-meldung der app zu gewichten ist... ist es genau das, eine warnung, oder gilt es evtl schon als „sie haben es gewusst ind sind trotzdem arbeiten gegangen“, wenn ich eben KEINEN sehr geduldigen arbeitgeber habe?
    Testet der arzt, so ich ihn mit dieser info aufsuche, automatisch, oder wird eine igel-leistung draus, die ich selber zahle?
    Wenn der arzt erst wartet, bis ich symptome habe, ist diese app imho nutzlos, sie baut nur druck auf, während ich bei einer warnung darauf warte, dass ich symptome entwickle. Entwickle ich keine, bin ich womöglich spreader!

    Ich weiss nicht, wie es momentan usus ist, aber aus meiner erfahrung:
    Jemand aus dem umfeld war positiv und setzt mich auf seine liste. Amt bonn sagt: Quarantäne, war aber nicht zuständig. Amt RSK sagt: kein direkter kontakt, wir empfehlen nach absprache mit arbeitgeber undoder arzt test und Quarantäne, aber kein muss! Test wäre eigenleistung gewesen, weil er empfohlen wurde, es sei denn, ich hätte symptome entwickelt, was ich nicht tat.

    Die app hätte Nichts daran verändert, also wozu?

  9. #54
    tougher than the rest Avatar von storch
    Ort: In der Regio...
    Aktueller Stand. https://www.badische-zeitung.de/komp...eroeffentlicht

    Gut finde ich ja schonmal, diese Firmenzusammenarbeit und Öffentlichkeitsarbeit, sodass viele Änderungen, Verbesserungen praxisorientiert vor dem Einsatz möglich waren.

    Spontan dachte ich auch schon, ich mache mit, obwohl ich sonst datenmäßig sehr zurückhaltend bin, gerade Whatsapp u. a. zusätzliche nicht notwendige Programme wurden nicht installiert. Das Smartphone ist für mich nur für dringende bzw. Notfälle unterwegs dabei.

    Ich werde abwarten, wie die genaue Handhabung dann erklärt und gezeigt wird. Aber ich neige schon dazu, weil ich sowieso jetzt sehr vorsichtig geworden bin und es eventuell auch eine gewisse Sicherheit geben kann.

  10. #55
    noch ein so nen thread und ich baller dir eine :D Avatar von ruru I.O.F.F. Team
    Zitat Zitat von Eisperlchen Beitrag anzeigen
    Genau dabei habe ich Bedenken,ob das jeder Arzt genau so macht und ob nicht wieder einige ihr eigenes Süppchen kochen werden.
    Ich fände daher eine Kontaktaufnahme mit dem Gesundheitsamt besser,aber das ist nur meine Meinung.
    Beim Gesundheitsamt haben ja einige Sorge, gleich kontrolliert in Quarantäne zu landen.
    Es wird leider immer jemanden geben, der Einwände hat, egal wie das Konzept aussieht.

  11. #56
    tougher than the rest Avatar von storch
    Ort: In der Regio...
    Zitat Zitat von Labersack Beitrag anzeigen
    Infos, Screenshots und Sourcecode der Entwickler der Warn-App auf Github: https://github.com/corona-warn-app
    Sieht recht modern aus, auch der Server-Code wird veröffentlicht. Dann muss nur noch jemand verifizieren, ob die Apps in den Stores dem entsprechen.

    Ein Artikel dazu: https://www.golem.de/news/github-ent...05-148819.html
    Daraus das Mittel gegen Missbrauch, also falsche Infektionsmeldungen:

    Ein Blog-Artikel eines Entwicklers: https://www.linkedin.com/pulse/coron...ergen-mueller/
    Ah danke, das sind ja schon gute Infos, auch für den Laien.

  12. #57
    Ich bin halt der Meinung: Lieber gleich in Quarantäne als noch mehrere Tage rum laufen und möglicherweise andere unbewusst infizieren.

    Allerdings kann ich es mir "leisten" zuhause zu bleiben,weil ich nicht mehr berufstätig bin,sondern nur mein Mann,der dann aber sicherlich auch in Quarantäne müsste.
    Und wenn es so läuft,wie Drosten im letzten podcast gesagt hat,dass man nur noch 1 Woche zuhause bleiben muss,weil man nur in dieser Zeit infektiös ist,ist das auch besser auszuhalten als 2 Wochen.
    Außer natürlich man hat Symptome und muss das Bett hüten bzw. in die Klinik.

    Und der Test müsste m.E. generell von GKV und PKV bezahlt werden,sobald ein Verdachtsmoment besteht.

    Bei Schwangerschaften(z.b.) ist das doch auch so:
    Frau geht mit Verdacht auf Schwangerschaft zum Arzt,der macht einen Test und selbst wenn dieser negativ ist,braucht man den nicht selber bezahlen.
    Warum soll es bei einem Coronatest anders sein
    Geändert von Eisperlchen (31-05-2020 um 16:23 Uhr)
    "Sich über andere zu ärgern ist wie Gift zu trinken und zu hoffen, dass der andere davon stirbt."
    - Buddha

  13. #58
    noch ein so nen thread und ich baller dir eine :D Avatar von ruru I.O.F.F. Team
    Zitat Zitat von tanakin Beitrag anzeigen
    Ich bin der meinung, auch wenn es extremst unpopulär ist und viele, mich eingeschlossen, aufregen wird, dass der einzig wirklich gangbare weg ist, diese „entscheidung“, einen möglichen Kontakt abzuwägen, jedem einzelnen abzunehmen...

    Ich finde zb nichts dazu, wie diese „achtung, kontakt“-meldung der app zu gewichten ist... ist es genau das, eine warnung, oder gilt es evtl schon als „sie haben es gewusst ind sind trotzdem arbeiten gegangen“, wenn ich eben KEINEN sehr geduldigen arbeitgeber habe?
    Testet der arzt, so ich ihn mit dieser info aufsuche, automatisch, oder wird eine igel-leistung draus, die ich selber zahle?
    Wenn der arzt erst wartet, bis ich symptome habe, ist diese app imho nutzlos, sie baut nur druck auf, während ich bei einer warnung darauf warte, dass ich symptome entwickle. Entwickle ich keine, bin ich womöglich spreader!

    Ich weiss nicht, wie es momentan usus ist, aber aus meiner erfahrung:
    Jemand aus dem umfeld war positiv und setzt mich auf seine liste. Amt bonn sagt: Quarantäne, war aber nicht zuständig. Amt RSK sagt: kein direkter kontakt, wir empfehlen nach absprache mit arbeitgeber undoder arzt test und Quarantäne, aber kein muss! Test wäre eigenleistung gewesen, weil er empfohlen wurde, es sei denn, ich hätte symptome entwickelt, was ich nicht tat.

    Die app hätte Nichts daran verändert, also wozu?
    Du, jetzt gerade gibt es massig neue Infos zu dem Thema, lies dich doch einfach mal ein.
    Das wird dein, berechtigtes Info-Bedürfnis eher stillen, als tröpfchenweise hier zu fragen.

    Aber so generell interessant, dass es da eine Fraktion gibt, der die Eigenverantwortung garnicht weit genug Gehen kann (Schweden-Fraktion nenne ich sie mal) und im Gegensatz dazu, es schon zu viel Verantwortung sein kann, über einen problematischen Kontakt informiert zu werden.
    Ich bin ja so der Typ, wenn ich von einer eventuellen Gefahr für mich und mein Umfeld wüßte, wären die Kosten für einen Test jetzt mein geringstes Problem.
    Ist ja nicht so, als käme das ständig vor.
    Und zumindest mein Arbeitgeber steht eher auf Vorsicht, wo es nur geht, bevor man plötzlich den halben Betrieb infiziert hat.
    Ein Arbeitgeber, der das anders sieht, wird sich vermutlich aber auch sonst wenig für das Wohlergehen seiner Mitarbeiter interessieren.
    Geändert von ruru (31-05-2020 um 16:22 Uhr)

  14. #59
    Wie man es vollkommen verbocken kann: Die App in Frankreich!
    1. Zentrale Datenhaltung
    2. Aus Datenschutzgründen keine Nutzung der neuen Schnittstelle von Google und Apple:
    Auf Apple-Geräten beispielsweise kann die französische App nicht im Hintergrund laufen. Nur offen sendet und empfängt sie Bluethooth-Signale. Wird eine andere App gestartet, erhält die Tracing-App keinerlei Daten mehr. Das, schätzen Experten, macht die App für iPhone-Nutzer quasi unbrauchbar.
    https://www.tagesschau.de/ausland/co...reich-103.html

  15. #60
    Dornbusch, brennend Avatar von GöttlichesWesen
    Ort: 5. Himmel
    Zitat Zitat von Labersack Beitrag anzeigen
    Es gibt eine erste Dokumentation zur deutschen App auf Github: https://github.com/corona-warn-app/c...document.de.md

    Neu ist, dass man sein Testergebnis über die App abfragen kann:

    Sowas ist dann natürlich nicht mehr anonym.
    Wieso findest du, dass es nicht mehr anonym ist? Welcher legitime Beteiligte (Apple, Google, Telekom als Serverbetreiber, RKI, ...) oder Angreifer (öffentliches-WLAN-Mitschneider, Server-Hacker, mit selber App in der Nähe Herumlungerer, ...) bekommt dabei eine Info, bzw. welche Info genau?

    Aber wer da Befürchtungen hat: Das ist nur der bequemste Weg. Wenn man das nicht will, kann man stattdessen anrufen und sich zusammen mit dem Testergebnis eine TeleTAN geben lassen und mit der seine Schlüssel hochladen (die bestätigen, dass man positiv getestet wurde).

    ----

    Nicht mit der Corona-Warn-App, aber mein Corona-Testergebnis habe ich heute früh über die App "Mein Laborergebnis" abgerufen. Sehe da keine Gefahr.


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